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Dax ringt mit 25.000-Punkte-Marke 14.07.2026, 09:41 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der noch zu Wochenbeginn robuste Dax DE0008469008 ist am Dienstag etwas unter Druck geraten. Dass der Preis für die wichtige Rohölsorte Brent auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegen ist, belastete die Stimmung. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn sank der deutsche Leitindex um 0,47 Prozent auf 24.997 Punkte.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,65 Prozent auf 31.773 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um knapp 0,6 Prozent bergab.

Verantwortlich für die Ölpreis-Entwicklung ist die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe. Zudem erklärte Trump, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchten.

Die Finanzmärkte seien zuletzt von der Einschätzung "fragiler Arbeitsbeziehungen" zwischen den USA und dem Iran zu einer "heiklen Konfrontation mit wenig Aussichten auf einen Kompromiss" umgeschwenkt, kommentierte Marktexperte Stephen Innes. Der Ölpreis beinhalte folglich eine geopolitische Risikoprämie.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank befürchtet, dass ein Rutsch des Dax unter die umkämpfte 25.000-Punkte-Marke die Korrektur noch beschleunigen könnte. Bisher sieht er allerdings eine eher geordnete Entwicklung, da die Anleger "die Wechselhaftigkeit des Iran-Konflikts kennen und auch eine plötzliche Wiederaufnahme der Gespräche nicht für ausgeschlossen halten". Angesichts der jüngsten Signale der US-Notenbank, dass eine Zinsanhebung notwendig sein könnte, um die latenten Inflationsrisiken einzudämmen, dürften die US-Verbraucherpreise am Nachmittag viel Aufmerksamkeit finden.

Am deutschen Markt steht zunächst aber eine Reihe von Unternehmenszahlen im Fokus. Der Pharmawirkstoff-Entwickler Evotec DE0005664809 senkte wegen erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen seine Jahresziele deutlich. Diese liegen nun klar unter den Analystenerwartungen, was die Aktien um fast ein Drittel auf den tiefsten Stand seit rund zehn Jahren einbrechen ließ.

Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche litten besonders deutlich unter der Entwicklung im Nahen Osten und dem Ölpreisanstieg. Die Fraport DE0005773303-Titel, die am Montag dem negativen Branchentrend noch getrotzt hatten, sackten um vier Prozent ab, während Tui DE000TUAG505 und Lufthansa DE0008232125 zwei beziehungsweise 1,8 Prozent verloren.

Dass Vossloh DE0007667107 seinen Ausblick wegen der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten etwas nach unten revidierte, bestraften die Anleger mit einem Kursrutsch von 8,4 Prozent. Die Experten von Deutsche Bank Research sprachen von einer negativen Überraschung. Dass der Bahntechnikkonzern die Belastungen als vorübergehend beziehungsweise einmalig ansieht und seine Erwartungen an das kommende Geschäftsjahr bestätigte, konnte die Aktionäre nicht milde stimmen.

Derweil blickt das Medizintechnik-Unternehmen Drägerwerk DE0005550636 nach einem guten zweiten Quartal etwas zuversichtlicher als bisher auf das laufende Geschäftsjahr. Die Aktien gewannen 1,4 Prozent.

Die Anteile von Salzgitter DE0006202005 profitierten mit einem Kurssprung von 5,5 sechs Prozent auf 54,25 Euro von einer Empfehlung des Analysehauses Jefferies. Der Konzern sei einer der größten Profiteure steigender Volumina und Preise im Zuge der Protektionsmaßnahmen für die europäische Stahlbranche, schrieb Cole Hathorn. Zudem sollte das deutsche Infrastrukturpaket ab 2027 durchschlagen. Daher schraubte der Experte das Kursziel von 55 auf 66 Euro hoch und rät nun zum Kauf.

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