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Dax schwächelt - Hohe Verluste in Fernost 26.06.2026, 09:59 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 31.604,85 PKT -1,70 % Ariva Indikation
DAX 24.705,19 PKT -1,05 % Ariva Indikation

Deutsche Aktien können sich am Freitag einem erneuten Kursrutsch an den Börsen in Asien nicht entziehen. Mit einem Abschlag von 0,8 Prozent auf 24.796 Punkte büßte der Dax DE0008469008 einen Großteil seiner Erholungsgewinne vom Vortag wieder ein. Die zeitweise wieder erreichte Marke von 25.000 Punkten blieb für ihn erneut eine zu hohe Hürde. Auf Wochensicht drücken die Verluste den Leitindex wieder ins Minus. Für den MDax DE0008467416 ging es am letzten Handelstag der Woche um 0,9 Prozent auf 31.687 Zähler bergab.

Die Vortagserholung im Technologiesektor, die von gefeierten Resultaten des US-Konzerns Micron US5951121038 getrieben war, erweist sich zunächst als Strohfeuer. In Asien hatten die Anleger direkt wieder Gewinne mitgenommen. Dies zeigte sich besonders stark im japanischen Nikkei JP9010C00002 XC0009692440 und dem südkoreanische Kospi KRD020020008. An der US-Börse Nasdaq liegen die Indikationen auch in der Verlustzone.

Die Bedenken angesichts hoher Bewertungen rund um Künstliche Intelligenz seien zurück, schrieb der Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Hinzu komme die Sorge vor einer Knappheit von Speicherchips. "Die Stimmung ist gerade dabei, sich zu drehen. Anlegerinnen und Anleger werden generell vorsichtiger. Die Risikoaversion nimmt zu."

Im Chipbereich erfasste die erneute Abwärtsbewegung viele deutsche Aktien, darunter der Halbleiterhersteller Infineon DE0006231004 mit einem Abschlag von 2,3 Prozent. Für die Branchenausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6, Suss DE000A1K0235 und PVA Tepla DE0007461006 sowie den Waferhersteller Siltronic DE000WAF3001 ging es um bis zu drei Prozent bergab.

Die erneute Abwärtsbewegung erfasste aber auch andere Aktien, die wegen des Rechenzentren-Booms schon länger zu den KI-Profiteuren zählen. Neben dem Energietechnik-Konzern Siemens Energy DE000ENER6Y0 zählt dazu auch der Baukonzern Hochtief DE0006070006. Die Anteile gehörten jeweils mit bis zu 2,7 Prozent Minus zu den größten Dax-Verlierern.

Etwas deutlicher erwischte es die Zalando DE000ZAL1111-Aktien wegen regulatorischer Ermittlungen. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei dem Modehändler eine Prüfung des Konzernabschlusses eingeleitet wegen Anhaltspunkten, dass gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen wurde. Eine Stellungnahme, dass es sich "um einen rein formellen, aber materiell unwesentlichen Aspekt in den Anhangsangaben" handele, sorgte zwar zeitweise für etwas Entlastung. Doch zuletzt war das Minus wieder mehr als zehn Prozent groß.

Im Rüstungssegment erholte sich Renk vom jüngsten Kursrutsch, der im Zuge eines verlorenen Rheinmetall-Großauftrags die ganze Branche erfasst hatte. Das US-Kriegsministerium gab am späten Vorabend den Vertragsabschluss für einen Auftrag im Wert von 691 Millionen US-Dollar bekannt. Es sei zwar unklar, wieviel davon zeitnah verbucht wird, doch für die Auftragsbücher sei dies sehr förderlich, kommentierte Analystin Chloe Lemarie von Jefferies.

Mit einem Plus von 2,7 Prozent hob sich Renk positiv ab in einem Umfeld weiterhin nicht begehrter Rüstungswerte. Ein Erholungsversuch bei Rheinmetall blieb nach einem Einbruch um mehr als ein Fünftel binnen zwei Tagen weiter aus. Aktien von TKMS fielen am Freitag um fast vier Prozent. Sie haben damit ihren jüngsten Kurssprung fast wieder egalisiert.

Die Bayer-Aktien DE000BAY0017 verteidigten ihren Vortagskurssprung wegen eines wichtigen Erfolgs in den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten mit einem weiteren Anstieg. Analyst James Quigley von Goldman Sachs sieht mit der Entscheidung des Obersten Gerichts in den USA einen großen Schritt, um eine Dekade der Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter zu beenden.

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