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Dax setzt Korrektur vom Rekord weiter fort 01.09.2026, 10:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 25.958,68 PKT -0,98 % TTMzero RT

Der Dax DE0008469008 hat sich am Dienstag angesichts zunehmender Inflationssorgen und steigender Ölpreise noch ein Stück weiter von seinem jüngsten Rekordhoch entfernt. Dabei fiel der deutsche Leitindex erstmals seit Juli wieder unter die für den kurzfristigen Trend wichtige 21-Tage-Linie. In der Frühe notierte das Börsenbarometer zuletzt um 0,39 Prozent tiefer bei 26.154,79 Punkten.

Damit setzt sich die Korrektur fort, die bereits mit dem schwachen Wochenauftakt ihren Anfang genommen hatte. Dabei hatte der Dax noch am Freitag eine neue Bestmarke bei gut 26.618 Zählern erklommen.

Auch der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Unternehmen gab am Dienstagmorgen etwas nach und verlor zuletzt 0,40 Prozent auf 32.594,87 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 sank zugleich moderat und an den US-Börsen hatte sich bereits der Dow Jones Industrial US2605661048 am Vortag schwächer gezeigt. Die Inflations- und Zinssorgen belasteten ebenso die asiatischen Handelsplätze.

Angesichts schon hoher Bewertungen haben die Börsen derzeit mit den - zuletzt durch die Zuspitzung der Lage im Iran-Krieg - weiter steigenden Ölpreisen zu kämpfen. Hinzu kommen rekordhohe Anleihezinsen als Belastung. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche gilt seit geraumer Zeit als sicher. Und seit entsprechenden Hinweisen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom vergangenen Freitag gehen die Märkte auch von einer Leitzinserhöhung in den USA im September aus.

"Langsam setzt sich bei den Anlegern die Erkenntnis durch, dass bei der Zinsanpassung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wir sehen eine weltweite Anpassung des Zinsniveaus", erklärte Jochen Stanzl von der Consorsbank den jüngsten Abwärtsdruck an den Börsen. Zudem hätten die noch immer ungelöste Frage des freien Seerverkehrs durch die Straße von Hormus sowie die Fed-Signale auf eine straffere Geldpolitik eine Verkaufswelle befeuert, die noch in der vergangenen Woche als "vorläufig eingefangen" gegolten habe.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erinnerte zudem daran, dass der September üblicherweise ein schwacher Börsenmonat ist. Allerdings stehe für den abgelaufenen August, der im Durchschnitt ebenfalls negativ verlaufe, eine positive Bilanz zu Buche, relativierte er.

Auf Unternehmensseite im Dax näherten sich Symrise DE000SYM9999 mit fast 1,9 Prozent Kursplus ihrem Jahreshoch. Hier sorgte zunächst eine Kaufempfehlung von Jefferies für gute Stimmung. Zudem verkauft der Aromen- und Duftstoffehersteller sein US-Geschäft mit Terpen-Inhaltsstoffen an die Beteiligungsgesellschaft Mutares DE000A0SMSH2, die damit ihr Chemiegeschäft und den Fußabdruck in den USA stärkt. Mutares Papiere zeigten sich von dem Deal wenig bewegt.

Die Aktien des Technologiekonzerns Kontron AT0000A0E9W5 profitierten mit 1,2 Prozent Aufschlag von Aufträgen für Bahnkommunikationslösungen aus Rumänien. Ebenfalls im SDax DE0009653386 zollten OHB DE0005936124-Papiere dem starken Lauf am Vortag Tribut und gaben um mehr als viereinhalb Prozent nach. Ein milliardenschwerer Satellitenauftrag der Europäischen Union hatte den Kurs des Bremer Raumfahrtunternehmens zu Wochenbeginn angetrieben.

Weitere Analystenstudien bewegten die Kurse. So kletterten an der Dax-Spitze die Papiere des Pharma- und Technologiekonzerns Merck DE0006599905 nach einer Kaufempfehlung der HSBC GB0005405286 um 2,3 Prozent. Gleich mehrere positive Expertenmeinungen gaben dem Versorger RWE DE0007037129 Schub um 1,5 Prozent. GFT erreichten nach einer positiven Berenberg-Studie ein Hoch seit dem Sommer 2024 und verteuerten sich zuletzt an der SDax-Spitze um 5,7 Prozent. Der vor kurzem bekanntgegebene Vertrag des Softwareanbieters mit der Deutschen Bank sei ein positiver Trigger und mögliches Vorbild für ähnliche Deals, schrieb Berenberg-Analyst Wolfgang Specht.

Zalando DE000ZAL1111-Papiere knüpften unterdessen mit einem Plus von fast einem halben Prozent an ihren jüngsten starken Kursanstieg an. Damit ließen sich die Titel des Online-Modehändlers nicht anstecken von den Nachrichten zum schwachen Börsendebüt des chinesischen Konkurrenten Shein in Hongkong. Börsianer verwiesen jedoch darauf, dass das Zalando-Papier im September nicht mehr zu den Goldman-Favoriten gehört.

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