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Dax und EuroStoxx mit neuen Bestmarken 13.01.2026, 10:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich nach seinem beeindruckenden Rekordlauf am Dienstag stabil gezeigt. Kurz sprang er bis auf rund 25.428 Punkte und übertraf damit seine Bestmarke vom Vortag leicht, gab die Gewinne aber wieder ab. Stützend wirkten die US-Börsen. An der Wall Street hatten Anleger tags zuvor ihre erste Nervosität wegen erneuter Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank Fed abgelegt und dem Dow Jones Industrial sowie dem breiten S&P 500 neue Rekorde beschert.

Der deutsche Leitindex zeigte sich im frühen Handel insgesamt jedoch wenig bewegt und hielt sich zuletzt erneut am Vortagsschluss bei 25.407 Zählern. Der MDax , der Index der mittelgroßen Börsenwerte am deutschen Markt, gab um 0,3 Prozent auf 32.241 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 indes sprang mit plus 0,3 Prozent auf 6.032 Punkte auf sein nächstes Rekordhoch.

"Der HDax, der die 110 größten und liquidesten deutschen Aktien umfasst, ist gestern den 13. Handelstag am Stück gestiegen", hob Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners hervor. Eine so lange Gewinnserie habe es in der bis 1988 zurückgehenden Indexhistorie nur einmal, und zwar vor 29 Jahren, gegeben. Im Jahr 1997 war der aus Dax- und MDax- sowie auch aus TecDax-Werten bestehende Index 13 Handelstage in Folge gestiegen.

"Es wirkt, als würden ausschließlich positive Nachrichten gelesen, während negative Nachrichten ausgeblendet werden", resümierte Altmann und hält den HDax inzwischen für "massiv überkauft". Die an diesem Tag zunächst in den USA - vor allem mit den Zahlen der Bankbranchen-Größe JPMorgan - anlaufende Berichtssaison werde den starken Trend nun untermauern müssen. "Negative Überraschungen könnten nach den jüngsten Kursgewinnen hart abgestraft werden." Anlagestrategen Ulrich Stephan von der Deutschen Bank hält die Berichtssaison sogar für richtungsweisend für den Ausblick auf das Gesamtjahr.

Obendrein werden an diesem Nachmittag die US-Verbraucherpreise für Dezember 2025 veröffentlicht. Sie dürften "insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Drohgebärden" der US-amerikanischen Regierung gegenüber der US-Notenbank Fed besondere Beachtung finden, erwarten die Experten der Helaba und rechnen nicht mit einem Nachlassen der Inflation.

Zuvor aber stand hierzulande aus dem Dax vor allem Symrise mit Nachrichten im Blick. Der Duft- und Geschmacksstoffhersteller kündigte einen umfangreichen Aktienrückkauf an, woraufhin das Papier um 5,8 Prozent zulegte. Zudem plant Symrise den Verkauf seines Terpenen-Geschäfts. Dass das Unternehmen allerdings in diesem Zusammenhang und außerdem auch auf die Beteiligung Swedencare Millionen abschreibt, wurde von Anlegern wenig beachtet.

Zalando gewann als Spitzenwert im Leitindex etwas mehr als sechs Prozent. Die britische Investmentbank Barclays stufte die Aktie des Online-Modehändlers auf "Overweight" hoch. Mit Blick auf den Wandel der Branche durch den Einsatz von KI sei Zalando besser aufgestellt als von vielen Investoren befürchtet, schrieb Sarah Roberts.

Continental gab unter den schwächsten Werten 1,3 Prozent nach. Die Privatbank Berenberg strich ihre Kaufempfehlung. Mit dem Verkauf von ContiTech würde Continental zu einem reinen Reifenhersteller mit wenig Schulden und reichlich liquiden Mitteln für Ausschüttungen, was aber nun bereits weitgehend im Kurs eingepreist ist, wie Analyst Michael Filatov schrieb.

Im MDax setzte TKMS ihre Rally fort und stiegen um weitere fünf Prozent, womit sie seit Jahresbeginn bereits um fast 50 Prozent zugelegt haben. Traton gab unter den Schlusslichtern dagegen 1,4 Prozent ab. In einer Branchenstudie zu globalen Lkw-Herstellern stufte die US-Bank Morgan Stanley die Aktie auf "Underweight" ab. Auf kurze Sicht leide das Unternehmen unter dem Hochlauf seines chinesischen Lkw-Werks sowie unter Zollbelastungen und müsse möglicherweise bis zum Jahr 2027 warten, um von den europäischen Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben profitieren zu können, hieß es.

Von Jefferies auf "Hold" gesenkt, büßte SMA Solar im SDax 6,5 Prozent ein. Am Markt würden die Margenbelastungen durch Investitionen in Forschung und Entwicklung unterschätzt, hieß es seitens des Analysehauses.

Südzucker-Anteile verloren 1,5 Prozent. Der Umsatz des Zuckerherstellers ging in den ersten neun Monaten des Jahres um 15 Prozent zurück, der operative Gewinn sank um 60 Prozent. Die Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende Februar) wurde dennoch bestätigt./ck/zb

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