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Dax weiter erholt dank positiver Vorgaben 09.02.2026, 10:19 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Erholung des Dax geht zum Wochenstart in die Fortsetzung. Mit den internationalen Börsen im Rücken näherte sich der Dax im frühen Montagshandel bis auf 60 Punkte der 25.000-Punkte-Marke. Für mehr fehlte dem Leitindex dann aber zunächst der Schwung: Zuletzt betrug das Plus dann noch 0,36 Prozent auf 24.811 Punkte. Noch am Donnerstag hatte er mit 24.272 Punkten dicht an seinem Jahrestief gestanden.

"Der Dax befindet sich mitten in einer technischen Erholung, und es muss sich erst noch zeigen, ob die Arbeitsmarktdaten am Mittwoch und die Inflationszahlen am Freitag aus den USA ausreichen, um den Widerstand bei 25.000 Punkten nach oben zu durchbrechen", schrieb am Morgen Experte Jochen Stanzl von der Consors Bank.

Vor den geldpolitischen Signalen aus den USA waren die Vorgaben am Montag zunächst einmal positiv. In Tokio schnellte der Nikkei-225 nach dem Wahlsieg der Regierungspartei auf Rekordniveau hoch. Davor war der Dow Jones Industrial am Freitag erstmals über die Marke von 50.000 Punkten gestiegen. Auch im US-Technologiesektor, an den Edelmetallmärkten und bei Kryptowährungen gibt es weitere Erholungsversuche.

Vor diesen Hintergründen legte am Montagmorgen auch der MDax um 0,38 Prozent auf 31.782 Zähler zu. Außerdem zeigte sich der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 mit seiner Rückkehr über die 6.000-Punkte-Marke weiter gefestigt.

In Deutschland setzen Anleger nach den jüngsten Gewinnmitnahmen wieder auf Rüstungswerte. Rheinmetall stützten den Dax mit einem Anstieg um zwei Prozent, während Renk im MDax nach einer Kaufempfehlung von Warburg Research noch deutlicher um vier Prozent anzogen. Trotz der laufenden Gespräche über einen Waffenstillstand in der Ukraine werden Experten nicht müde zu betonen, dass Rücksetzer neue Kaufchancen eröffnen.

Dies unterstrich am Montag Warburg-Experte Christian Cohrs mit Blick auf Renk, die sich zuletzt von ihrem Rekordhoch um bis zu 40 Prozent entfernt hatten, aber vom sich abzeichnenden Superzyklus im Verteidigungsbereich profitieren sollten. Dem Experten zufolge ist die Anlagestory bei dem Panzergetriebe-Hersteller intakt und die operative Entwicklung langfristig gut berechenbar.

Gefragt waren im Dax die Titel von Scout24 , die sich angetrieben von einer Kaufempfehlung der UBS mit 1,4 Prozent von ihrem Tief seit September 2024 erholten. Der Abverkauf der Aktien hatte sich zuletzt verschärft wegen der branchenweit spürbaren Sorgen, dass die Künstliche Intelligenz Geschäftsmodelle stören könnte. Jo Barnet-Lamb schrieb nun, der Immobilien-Portalbetreiber rage mit Blick auf das Thema KI positiv heraus.

Ihre am Freitag schon begonnene Erholung setzten die Grenke-Aktien fort, indem sie am Montag drei Prozent höher gehandelt wurden. Die Privatbank Berenberg setzte die Anteile des Leasingspezialisten neu auf ihre Favoritenliste. Die Jahresbilanz dürfte eine Trendwende einläuten, schrieb Marius Fuhrberg in seinem am Montag veröffentlichten Kommentar. Die Bewertung sei attraktiv.

Positiv war am Montag das Umfeld für europäische Banken. Bei den Titeln der Commerzbank ging es um zwei Prozent nach oben. Während der Konkurrent Unicredit ,der um eine Übernahme des Frankfurter Geldinstituts buhlt, ankündigte, Milliardensummen an die Aktionäre auszuschütten. Dies trieb den Unicredit-Kurs in Mailand um fast fünf Prozent in die Höhe.

Im Dax litten die Symrise-Titel dagegen mit minus einem Prozent unter einer europaweiten Branchenschwäche. Die Richtung gaben hier die Titel des Konkurrenten DSM Firmenich vor, die in Amsterdam getrieben vom beabsichtigten Verkauf der Tiernahrungssparte um fünf Prozent absackten. Chris Counihan vom Analysehaus Jefferies schrieb, eine dürftige Vorauszahlung durch den Käufer CVC werfe Fragen hinsichtlich des Wertes auf.

Weiterhin Schwäche zeigten die Titel von Bechtle , die am Montag mit einem Abschlag von 2,2 Prozent an ihre jüngste Talfahrt anknüpften, die in der Vorwoche ihren Ursprung hatte in Form von enttäuschenden Jahreszielen. Der Kurs des IT-Dienstleisters erreichte sein niedrigstes Niveau seit Mitte November./tih/stk

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