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Dax wenig bewegt nach Vortagserholung 15.04.2026, 10:11 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 30.779,03 PKT +0,79 % Ariva Indikation
DAX 24.083,00 PKT +0,15 % Ariva Indikation
SDAX 17.896,74 PKT +1,11 % Ariva Indikation

Nach der deutlichen Vortagserholung hat dem Dax DE0008469008 am Mittwoch zunächst die Kraft für weitere Gewinne gefehlt. Die Anleger dürften abwarten, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich eine weitere Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA geben wird.

Eine Stunde nach Handelsbeginn stand der deutsche Leitindex 0,04 Prozent tiefer bei 24.044 Punkten. Damit behauptete er sich aber über der Marke von 24.000 Punkten. Für den MDax DE0008467416, den Index der mittelgroßen Börsenunternehmen, ging es um weitere 0,58 Prozent auf 30.711 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor knapp 0,4 Prozent.

In den USA hatte am Dienstag vor allem die Tech-Börse Nasdaq US6311011026 mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Auch die Kurstafeln in Asien zeigten zuletzt ein positives Bild.

US-Präsident Donald Trump sagte dem US-Fernsehsender Fox News, dass er den Krieg im Iran kurz vor dem Ende sieht. In Pakistan "könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren", hatte er davor der "New York Post" am Telefon gesagt, ohne weitere Details zu nennen. In Pakistan war am vergangenen Wochenende eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits am Donnerstag ein weiteres Treffen folgen.

"Insgesamt bleibt die Verunsicherung trotz der jüngst gestiegenen Zuversicht groß", heißt es im Tagesausblick der Landesbank Helaba. "Solange es keine dauerhafte Lösung des Konflikts gibt und die Straße von Hormus nicht frei befahrbar ist, gibt es keine Grundlage für eine nachhaltige Markterholung." Auch aus charttechnischer Sicht gebe es keinen Grund für eine Entwarnung, "da sich der Dax noch unterhalb wichtiger Widerstände in Form der 55-, 200- und 100-Tagelinie und des letzten Zwischenhochs aufhält".

MDax-Spitzenreiter Aixtron DE000A0WMPJ6 stach nach Zahlen und einer Prognoseanhebung mit einem Kurssprung von 13 Prozent heraus. Damit waren die Aktien so teuer wie zuletzt im Jahr 2001. Dass der Chipindustrie-Ausrüster aufgrund der überraschend starken Nachfrage nach Anlagen für die Optoelektronik im ersten Quartal die Jahresziele anhob, wurde laut einem Händler erst einmal positiv aufgenommen. Citigroup-Experte Andrew Gardiner war schon vorab davon ausgegangen, dass der starke Auftragseingang in der Optoelektronik und der angehobene Umsatzausblick ausreichen, die leicht enttäuschende Entwicklung zum Jahresauftakt in den Hintergrund zu drängen.

Bei Hypoport DE0005493365 standen eine weitere Kurserholung um 8,2 Prozent zu Buche. Damit schafften es die Aktien über die für den kurz- bis mittelfristigen Trend wichtige 50-Tage-Linie. Dass der Finanzdienstleister über einen lediglich verhaltenen Jahresauftakt berichtete, ließ die Anleger kalt.

Die Titel von Heidelberger Druck DE0007314007 knüpften mit plus 15,5 Prozent an ihre Vortagsrally an. Sie blieben damit ein Objekt der Spekulanten. Am Dienstag war die im März aufgeflammte Rüstungsfantasie wieder aufgewärmt worden, weil das Unternehmen gemeinsam mit dem amerikanisch-israelischen Technologie-Partner Onberg Autonomous Systems in Brandenburg an der Havel den Betrieb aufnahm. Der dortige Standort soll zum führenden Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr und autonome Sicherheitssysteme ausgebaut werden.

Angesichts der Kursdynamik hatten Händler schon am Vortag auf den verstärkenden Effekt durch Eindeckungen von Leerverkäufern hingewiesen. Steigt der Kurs dann plötzlich, können diese Spekulanten dazu gezwungen werden, ihre auf fallende Kurse ausgerichteten Positionen aufzulösen.

Bei Schaeffler DE000SHA0100 konnten sich die Aktionäre über eine weitere Erholung der Aktien um 6,8 Prozent freuen. Eine Präsentation, die der Auto- und Industriezulieferer vorab zu den bald erwarteten Quartalszahlen verteilt habe, lasse positive Rückschlüsse auf die Geschäftsentwicklung zu, schrieb das US-Analysehaus Jefferies.

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