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Hohe Ölpreise belasten - SAP stützt 24.04.2026, 09:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Bei weiter hohen Ölpreisen bleiben die Anleger am deutschen Aktienmarkt vor dem Wochenende auf der Hut. Kräftige Kursgewinne der schwer gewichteten SAP-Aktien DE0007164600 nach gut aufgenommenen Quartalszahlen des Softwareherstellers bewahren den Dax DE0008469008 am Freitag vor größeren Verlusten. Im frühen Handel gab der deutsche Leitindex um 0,09 Prozent auf 24.135 Punkte nach.

Am Vortag hatte der deutsche Leitindex zeitweise unter 24.000 Punkten notiert und den vierten Tag nacheinander im Minus geschlossen. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein Verlust von 2,3 Prozent ab.

Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten sank am Freitag um 0,98 Prozent auf 30.551 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um 0,4 Prozent nach unten.

Der Preis für Öl der Nordseesorte Brent bleibt mit um die 106 US-Dollar je Fass auf dem höchsten Niveau seit Anfang April. Während die USA weiter auf einen geeinten Vorschlag des Irans zur Beilegung des Krieges warten, stocken sie ihre Militärpräsenz in der Region weiter auf.

"Man kann es klar erkennen: Seit der Ölpreis wieder über 100 Dollar gestiegen ist, nimmt die Unruhe auf den Börsenparketts der Welt wieder zu", kommentierte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Die Aktienanleger mögen den Luxus besitzen, auf die Resilienz der Unternehmen setzen zu können, die sich aus der ersten Energiekrise 2022 das Rüstzeug zugelegt haben, um mit hohen Energiepreisen besser umgehen zu können. Doch auch das hat seine Grenzen."

Die Geschäftszahlen von SAP dürften derweil die Anleger etwas beruhigen. Der aus Cloudverträgen in den nächsten zwölf Monaten zu erwartende Umsatz (current cloud backlog - CCB) sei besser als erwartet gewesen, urteilten Analysten. SAP sind mit einem Abschlag von etwa 28 Prozent mit Abstand schwächster Dax-Wert 2026. Am Vortag hatten sie sich mit einem Minus von mehr als 6 Prozent noch ihrem Jahrestief genähert. Nun legten sie um 6,5 Prozent zu.

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy DE000ENER6Y0 wird nach der positiven Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr und der starken Marktnachfrage optimistischer für das Gesamtjahr. Die Papiere gewannen auf Rekordniveau zuletzt 1,4 Prozent. Siemens Energy sind im Dax im Jahr 2026 bislang der stärkste Wert mit einem Zuwachs von weit mehr als die Hälfte.

Die UBS stufte MTU DE000A0D9PT0 auf "Sell" ab. Darauf reagierten die Anteile des Triebwerkherstellers mit minus 4,3 Prozent. Von den drei führenden Triebwerkherstellern sei bei MTU das Risiko für eine harte Landung am größten, wenn der Wind im Ersatzteil- und Servicegeschäft drehe, schrieb Analyst Ian Douglas-Pennant.

Der Softwareanbieter Atoss Software DE0005104400 rechnet im laufenden Jahr mit einer höheren Profitabilität. Die im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 notierten Papiere zogen um 8 Prozent an.

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