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Hohe Ölpreise verunsichern Anleger 30.04.2026, 10:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 30.217,46 PKT +1,09 % Ariva Indikation
DAX 24.008,85 PKT +0,76 % Ariva Indikation
SDAX 17.696,29 PKT +0,53 % Ariva Indikation

Der deutsche Aktienmarkt hat am letzten Tag der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche uneinheitlich tendiert. Im Fokus stehen neben den anhaltend hohen Ölpreisen und den Quartalsbilanzen wichtiger US-Technologiekonzerne auch eine Flut an deutschen Unternehmenszahlen sowie die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstagnachmittag.

Der Dax DE0008469008 reduzierte seinen klaren Anfangsverlust und notierte zuletzt noch 0,3 Prozent im Minus bei 23.898 Punkten. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund einem Prozent an. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten drehte nach einem schwächeren Auftakt ins Plus und gewann zuletzt 0,4 Prozent auf 30.144 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 0,6 Prozent.

Grund für die moderate Erholung war, dass die Ölpreise aktuell etwas von ihrem Mehrjahreshoch zurückgekommen sind. Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war zunächst bis auf 126,41 US-Dollar gestiegen. Das war der höchste Stand seit dem Jahr 2022. Zuletzt wurde Brent etwas darunter bei rund 122 Dollar gehandelt.

Die Quartalsergebnisse von Alphabet US02079K3059, Amazon US0231351067, Microsoft US5949181045, Meta US30303M1027 und Qualcomm US7475251036 am Mittwochabend hätten die Investoren nicht vollends zufriedengestellt, erklärte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. "Das ist insofern problematisch, als die Aktien dieser Unternehmen die Stütze der jüngsten Aufwärtsbewegung am US-Markt waren." Am Donnerstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht mit dem iPhone-Produzenten Apple US0378331005 ein weiteres Unternehmen aus der Gruppe der "Glorreichen Sieben" seine Quartalsbilanz.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Die Inflation wird aber auch in den USA ein immer brisanteres Thema. An diesem Donnerstag steht am Nachmittag die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda. Ökonomen erwarten, dass auch die EZB die Leitzinsen vorerst nicht ändern wird und zunächst die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs abwarten dürfte.

Bei der DHL Group DE0005552004 stieg der operative Gewinn (Ebit) im ersten Quartal stärker als erwartet. Die freien Barmittelzuflüsse vor Zu- und Verkäufen von Unternehmensteilen fielen ebenfalls deutlich besser als prognostiziert aus. Derweil sank der Umsatz etwas stärker als geschätzt. Die Jahresziele bestätigte der Logistikkonzern. Für die Aktien ging es zuletzt um 1,2 Prozent aufwärts.

Der Chemiekonzern BASF DE000BASF111 bekam auch im ersten Quartal den Wettbewerbsdruck zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging um knapp sechs Prozent zurück. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent. Dies hängt mit Dividendenzahlungen von der Beteiligung von Wintershall Dea zusammen. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand. Die Aktien fielen um 0,4 Prozent.

Der VW DE0007664039-Konzern geriet im ersten Quartal in einem schwierigen Umfeld und wegen Kosten für die US-Einfuhrzölle bei der Profitabilität weiter unter Druck. Die operative Marge lag bei 3,3 Prozent, rund 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Analysten hatten im Schnitt mit 3,7 Prozent gerechnet. Das operative Ergebnis ging insgesamt um gut 14 Prozent zurück, der Umsatz sank um 2,5 Prozent. Die VW-Vorzugsaktie gewann 0,6 Prozent.

Der Triebwerksbauer MTU DE000A0D9PT0 steigerte den Umsatz im ersten Quartal trotz eines negativen Umfelds und des schwachen US-Dollar um sechs Prozent. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (Ebit) wuchs ebenso stark und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der Vorstand um MTU-Chef Johannes Bussmann hält an seinen Jahreszielen fest, rüstet sich aber für mögliche Belastungen durch den Iran-Krieg. Die MTU-Papiere zeigten sich weitgehend stabil.

Der Gabelstaplerhersteller Kion DE000KGX8881 verzeichnete im ersten Quartal eine überraschend hohe Nachfrage. So stieg der Auftragseingang im ersten Quartal im Jahresvergleich um über 10 Prozent. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich weniger erwartet. Auch die freien Barmittelzuflüsse überraschten positiv. Die übrigen Kennzahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Für die Kion-Titel ging es um 6,0 Prozent nach oben.

Bester Dax-Wert waren Brenntag DE000A1DAHH0 mit einem Kursanstieg von 3,2 Prozent auf 61,60 Euro. Zuvor hatte die Schweizer Großbank UBS die Aktien des Chemikalienhändlers von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 42 auf 60 Euro angehoben. Der Nahost-Krieg habe die Weichen neu gestellt, Preissprünge bei Energie und Chemieprodukten sorgten für bessere Gewinnaussichten bei Brenntag, schrieb Analystin Nicole Manion.

Die Aktien von Gea DE0006602006, Hochtief DE0006070006, Munich Re DE0008430026, Rational DE0007010803 und RTL LU0061462528 werden am Donnerstag mit Dividendenabschlägen gehandelt.

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