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Sorge vor Eskalation im Zollstreit belastet 14.10.2025, 09:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen vor einer fortgesetzten Eskalation im Handelskonflikt zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China haben am Dienstag den Erholungsversuch am deutschen Aktienmarkt zunichte gemacht. Zudem sind die Anleger auf dem hohen Niveau, das der Dax inzwischen erreicht hat, vorsichtig, denn im Tagesverlauf startet in den USA die Berichtssaison mit den Quartalszahlen der Großbanken.

Im frühen Handel büßte der deutsche Leitindex 1,1 Prozent auf 24.111 Zähler ein. Noch am Donnerstag hatte er bei 24.771 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Der MDax mit den mittelgroßen Unternehmen verlor am Dienstagmorgen 1,3 Prozent auf 30.040 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 1,1 Prozent auf 5.510 Zähler.

Nach dem am Freitag erneut eskalierten Handelsstreit der beiden weltgrößten Volkswirtschaften, in dem US-Präsident Trump am Sonntag wieder versöhnlichere Töne in Richtung des chinesischen Präsidenten Xi anschlug, meldete sich nun wieder China. Das Handelsministerium in Peking bekräftigte die Absicht, den Handelsstreit mit den USA bis zum Ende ausfechten zu wollen, auch wenn die Tür seitens China für Verhandlungen offen bleibe.

Der Dax sei wieder im Seitwärtstrend, solange er nicht nachhaltig unter 24.162 Punkte falle, erklärte Analyst Martin Utschneider von Robomarkets die derzeitige Situation für den deutschen Leitindex aus charttechnischer Sicht. Dies ist das Niveau, von dem aus dem Börsenbarometer zum Start in den Monat Oktober der Sprung nach oben bis auf das Rekordhoch von 24.771 Punkte gelungen war. "Sollte kein Halt bei 24.162 Punkten erfolgen, dann wäre die nächste Orientierungsgröße die 38-Tage-Linie bei 23.923 Indexzählern."

Bevor am frühen Nachmittag zuerst JPMorgan und Wells Fargo und kurz danach Goldman Sachs und die Citigroup ihre Zahlen zum dritten Quartal bekannt geben, zeigten sich die zwei deutschen Bankaktien mit dem Markt schwach. Deutsche Bank verloren 1,4 Prozent und Commerzbank 0,7 Prozent.

Continental zählten mit minus 3,3 Prozent zu den größten Verlierern. Sie wurden von einer überraschend heftigen Gewinnwarnung des Konkurrenten Michelin in Mitleidenschaft gezogen. Analyst Jose Asumendi von JPMorgan sieht wegen der Aussagen von Michelin nur begrenzte Auswirkungen auf Conti, da die Gründe hauptsächlich schwächere Absätze im US-Lkw- und -Agrarsektor gewesen seien. Er geht dennoch nun davon aus, dass im zweiten Halbjahr die Preis/Mix-Trends und die Erwartungen über die Ergebnisverbesserung bei Conti von Quartal zu Quartal genau geprüft werden dürften.

BASF verloren 1,3 Prozent. Die Privatbank Berenberg stufte das Papier des Chemieunternehmens auf "Sell" ab. Es befinde sich in der unglücklichen Lage, dass das gute Portfoliomanagement aufgrund ungünstiger konjunktureller Rahmenbedingungen kaum Wirkung zeige, um den Aktienkurs anzukurbeln, begründete Analyst Sebastian Bray seine Verkaufsempfehlung.

Fresenius legten indes gegen den Trend um 0,9 Prozent zu. Zur Aktie des Krankenhausbetreibers und Medizintechnikunternehmens haben sich Morgan Stanley und JPMorgan positiv geäußert. Die Analysten von Morgan Stanley etwa hoben ihr Kursziel an und sehen noch fast 15 Prozent Aufwärtspotenzial für die Aktie. JPMorgan verwies auf möglichen Rückenwind für die Krankenhaussparte Helios wegen neuer Zuschläge für Krankenhäuser und inflationsbedingt steigende Fallpauschalen.

Ceconomy wird außerdem am 15. Oktober nach dem Handelsschluss aus dem SDax herausgenommen und durch die Aktie des Spezialpharmaunternehmens Medios ersetzt. Grund ist, dass der frei an der Börse handelbare Aktienanteil des sich in der Übernahme befindlichen Mutterkonzerns von Mediamarkt-Saturn unter zehn Prozent gefallen ist. Medios reagierten mit einem Plus von 0,4 Prozent./ck/mis

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