ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung

Weitere Talfahrt - Dax unter 22.000 Punkten 23.03.2026, 10:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 31.092,55 PKT -0,53 % Ariva Indikation
DAX 24.052,50 PKT -0,96 % Ariva Indikation

Der Dax DE0008469008 hat am Montag seine Talfahrt fortgesetzt. Angesichts der Ängste vor einem weiteren eskalierenden Iran-Krieg büßte der deutsche Leitindex in der ersten Handelsstunde 1,83 Prozent auf 21.971 Punkte ein. Damit rutschte er erstmals seit dem Zoll-Schock von US-Präsident Donald Trump im April 2025 unter die Marke von 22.000 Punkten.

Für den MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen ging es am Montagvormittag um weitere 2,65 Prozent auf 27.058 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 1,5 Prozent. In Asien standen nach dem Ultimatum von Trump an den Iran noch deutlichere Kursabschläge zu Buche.

In der Nacht zu Sonntag hatte der US-Präsident der iranischen Führung mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Teheran drohte seinerseits mit der vollständigen Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge.

"Wenn die Ölarterie sich verengt, atmet das ganze System durch einen Strohhalm", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Es gehe inzwischen weniger um Einzelereignisse als die schiere Länge des Konflikts. Die Instabilität baue sich langsam auf. Besorgniserregend sei der gemeinsame Rutsch von Aktien, Anleihen und sogar des Goldpreises, so Innes weiter. Es finde also keine Rotation des Geldes statt, sondern es werde schlicht abgezogen. Zu allem Überfluss steige der Druck auf die Notenbanken, zu reagieren.

"Die Lage ist so unsicher wie noch nie seit dem Beginn dieses Krieges", ergänzte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Niemand weiß, wie weit die USA und Israel wirklich zu gehen bereit sind. Und niemand kann absehen, wie verheerend Gegenschläge des Iran ausfallen können. Die Panik, die lange Zeit nicht vorhanden war, frisst sich jetzt in die Märkte und in die Kurse."

Die Ölpreise reagierten ebenfalls sichtbar auf die drohende Eskalation im Nahen Osten. So legte der Preis für ein Fass (149 Liter) Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent weiter zu auf zuletzt rund 120 US-Dollar. Die US-Investmentbank Goldman Sachs geht davon aus, dass die Ölpreise für einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau bleiben dürften. Laut einer aktuellen Studie erwartet sie für die Monate März und April einen durchschnittlichen Brent-Preis von 110 Dollar.

Vor diesem Hintergrund gerieten Unternehmensnachrichten ebenso wie die in Kraft getretenen Änderungen bei der Zusammensetzung der Indizes der Dax-Familie fast zur Nebensache. Europaweit zu den größten Verlierern zählten die seit Beginn des Iran-Kriegs ohnehin schon gebeutelten Rohstoff- EU0009658624 und Immobilientitel CH0043274395.

Die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter DE0006202005 büßten im schwachen Branchenumfeld als MDax-Schlusslicht 8,5 Prozent ein. Der MDax-Aufsteiger legte vollständige Jahreszahlen vor und blieb mit seinem Vorschlag einer unveränderten Dividende von 0,20 Euro je Aktie hinter den Erwartungen zurück. Beim Industrie- und Stahlkonzern Thyssenkrupp DE0007500001 mussten die Anleger einen Kursabschlag von 4 Prozent verkraften. Im Dax führte der Immobilienkonzern Vonovia DE000A1ML7J1 mit minus 4,8 Prozent die Verliererliste an.

Gemieden wurden zudem Rüstungstitel. Ungeachtet der Entwicklung in Nahost ging es für Rheinmetall DE0007030009 im Dax um 3,1 Prozent sowie für die MDax-Branchenkollegen TKMS DE000TKMS001, Hensoldt DE000HAG0005 und Renk DE000RENK730 um bis zu 6 Prozent nach unten.

Im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 war Gerresheimer DE000A0LD6E6 mit minus 10,8 Prozent größter Verlierer. Am Freitag hatten die Aktien des Verpackungsherstellers dank Übernahmefantasie noch einen Kurssprung gemacht.

Es gab allerdings auch einige wenige Gewinner im schwachen Marktumfeld. So bescherte der Verkauf seines Essensliefergeschäfts Foodpanda in Taiwan Delivery Hero DE000A2E4K43 ein Plus von 0,8 Prozent. In der vergangenen Woche waren die Aktien noch auf ein Rekordtief abgesackt.

Die Papiere von Vincorion DE000VNC0014 legten gegen den Markt- und Branchentrend um weitere 1,2 Prozent auf 18,93 Euro zu. Am vergangenen Freitag hatte die Rüstungsfirma trotz des schwierigen Umfelds ein erfolgreiches Börsendebüt hingelegt. Gegenüber dem Ausgabepreis von 17 Euro, zu dem sich der Private-Equity-Investor Star Capital von Teilen des Unternehmens getrennt hatte, steht aktuell immer noch ein Plus von mehr als 11 Prozent zu Buche.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,66
Hebel: 18
mit starkem Hebel
Ask: 5,70
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: UH58Q0 UP2ZB8. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer