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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Dax an Berichtssaison-Höhepunkt kaum verändert 06.08.2026, 18:19 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag nur wenig von der Stelle bewegt. Die Verschnaufpause, die am Vortag nach dem frühen Dax-Rekord begonnen hatte, wurde von Anlegern erst einmal verlängert. An einem weiteren Höhepunkt der Berichtssaison fehlten die eindeutigen Impulse. Für den Dax DE0008469008 stand am Ende ein Anstieg um 0,05 Prozent auf 26.140,13 Punkte zu Buche. Der MDax DE0008467416 bewegte sich mit 32.431,12 Zählern nur um wenige Punkte vom Fleck.

Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung im Iran-Krieg und setzen dabei auf eine Öffnung der Straße von Hormus. Offenbar ohne Gesprächsbeteiligung der USA steht der Iran nach eigenen Angaben kurz vor einer Einigung mit dem Oman über die Schifffahrt durch die Meerenge, die für den globalen Öltransport besonders wichtig ist. Was aber blieb, ist die Ungewissheit der Anleger, wie es mit dem Megatrend der Künstlichen Intelligenz am globalen Aktienmarkt weiter geht.

Hierzulande standen am Donnerstag die Zahlen von allein acht Dax-Unternehmen im Anlegerfokus. Im deutschen Leitindex wurden vor allem die Aktien der Deutschen Telekom DE0005557508 zu einer Stütze, mit Siemens DE0007236101 als gewichtigem Gegenstück.

Die Telekom-Aktien stiegen an der Dax-Spitze um 6,3 Prozent. Der Konzern profitierte im zweiten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter und erhöhte den Barmittel-Ausblick für das Gesamtjahr. Zudem wollen die Bonner im laufenden Jahr wegen des zuletzt schwachen Aktienkurses deutlich mehr eigene Anteile am Markt zurückkaufen als bislang geplant.

Die Siemens-Aktien dagegen rutschten trotz starker Quartalszahlen um 4,5 Prozent ab. Marktbeobachter führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem die Papiere tags zuvor mit 291,50 Euro ein weiteres Rekordhoch erzielt hatten. Analysten lobten unisono die operative Entwicklung mit Rekordwerten im Neugeschäft und beim operativen Ergebnis.

Im deutschen Verteidigungssektor klaffte die Schere am Donnerstag weit auseinander. Bei Rheinmetall DE0007030009 gab es einen Abschlag von 3,5 Prozent, nachdem der Rüstungskonzern nach dem Stopp des milliardenschweren F126-Fregattenprojekts wie erwartet den Umsatzausblick für das laufende Jahr gesenkt hatte.

Viel besser zeigten sich im Rüstungsbereich die Papiere von Renk DE000RENK730 und Hensoldt DE000HAG0005, die im MDax DE0008467416 mit Anstiegen um bis zu 5,8 Prozent zur Spitzengruppe gehörten. Bei Renk lenkte der MWB-Analyst Jens-Peter Rieck die Aufmerksamkeit auf rekordhohe Aufträge und starke Margen. Hensoldt-Aktien trotzten einer Analystenabstufung mit einer Annäherung an das Mai-Hoch.

Die Commerzbank DE000CBK1001 verdiente im zweiten Quartal fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor und sieht sich "voll auf Kurs" für ihr Gewinnziel. Das Institut will nun das Gespräch mit ihrer Großaktionärin Unicredit IT0005239360 suchen. Der DZ-Bank-Analyst Philipp Häßler geht davon aus, dass es zu einer Übernahme kommen wird, erwartet dafür aber kurzfristig noch kein erneuertes Angebot.

Auch Henkel DE0006048432 gehörte nach Zahlen zu den begehrten Dax-Werten. Der Konsumgüterkonzern steigerte im ersten Halbjahr in einem weiter schwierigen Umfeld das Ergebnis etwas stärker als von Branchenexperten erwartet. Für die Aktien ging es um fast vier Prozent nach oben. Bei der Darmstädter Merck KGaA DE0006599905 dagegen mangelte es nach dem Quartalsbericht an Orientierung.

Zum Schlusslicht im Dax wurde der Internetportal-Betreiber Scout24 DE000A12DM80 mit einem Rückschlag um sechs Prozent - obwohl der Immobilien-Portalbetreiber sein Wachstum im zweiten Quartal beschleunigte. Der bereinigte operative Gewinn verfehlte leicht die Erwartungen der Experten und laut der Bernstein-Analystin Annick Maas enttäuschte die Zahl privater Nutzer.

Mit fast sechs Prozent präsentierten sich auch die im MDax gelisteten Aktien von Ionos DE000A3E00M1 auffällig schwach nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen. Am SDax-Ende DE0009653386 brach der Kurs von PVA Tepla DE0007461006 um 13 Prozent ein wegen einer enttäuschenden Entwicklung des operativen Gewinns.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 zeigte sich am Donnerstag mit einem Anstieg um 0,39 Prozent auf 6.502,56 Punkte dynamischer als der Dax. Er konnte seine Rekordjagd fortsetzen. Außerhalb der Eurozone schlossen die Leitindizes in Zürich und London beide etwas leichter. In New York lag der Dow Jones Industrial US2605661048 zuletzt mit einem halben Prozent im Plus, während sich der Nasdaq 100 US6311011026 dort auf Vortagsniveau bewegte.

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