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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Dax behauptet sich im Plus - Blicke auf Nvidia 26.02.2026, 18:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 23.031,57 PKT -2,58 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag seine anfänglichen Verluste abgeschüttelt. Auch ein Auf und Ab an der Wall Street konnte dem Leitindex am Nachmittag nichts anhaben. Die Blicke der Anleger waren im Nachgang der Resultate, die der Chipkonzern Nvidia am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegt hatte, besonders stark auf die US-Börsen gerichtet.

Gestützt auf die Aktien des Schwergewichts SAP , die sich im Tagesverlauf klar ins Plus absetzten, ging der deutsche Leitindex 0,45 Prozent höher bei 25.289,02 Punkten über die Ziellinie. Oberhalb der Marke von 25.300 Punkten war im Tagesverlauf aber wieder Schluss für den Leitindex. In diesem Bereich kristallisiert sich seit Mitte Februar ein wichtiger Widerstand heraus. Der MDax legte am Donnerstag um 0,07 Prozent auf 31.452,62 Punkte zu.

In New York verteidigte der Dow Jones Industrial seine frühen Gewinne nicht. Gegenwind kam in New York vor allem an der technologielastigen Nasdaq-Börse auf. Belastend wirkte dort, dass Nvidia-Aktien an ihrem höchsten Stand seit November unter Gewinnmitnahmen litten. Sie wurden von den Anlegern trotz beeindruckender Quartalszahlen und starker Geschäftsziele abgestoßen.

Besser schlugen sich dieses Mal die amerikanischen Softwarewerte, wovon in Deutschland auch SAP profitierte. Die Titel von Salesforce und Snowflake wurden in New York von den Anlegern wieder gekauft trotz ihrer Sorgen vor einer Bedrohung durch Künstliche Intelligenz. Bei Salesforce schüttelten Anleger diese Bedenken erst einmal ab und bei Snowflake wurden die Stimmen rund um das KI-Thema optimistischer. SAP schlossen daraufhin mit 3,3 Prozent im Plus.

Die Aktien des Baustoffkonzerns Heidelberg Materials büßten dagegen am Dax-Ende fünf Prozent ein. Hier belastete die anhaltende Debatte über das europäische Emissionshandelssystem ETS. Zum Thema wurde ein Artikel, wonach Italien auf dessen Aussetzung drängt, um energieintensive Unternehmen zu entlasten. Von den Anlegern in der CO2-intensiven Chemiebranche wurde diese Entwicklung begrüßt.

Auch in Europa hatte die Berichtssaison viele Neuigkeiten zu bieten: Bei Scout24 war die Entwicklung schwankend. Anleger blieben auch hier nervös wegen der zuletzt aufgekommenen KI-Bedenken, die den Kurs zunächst auf den tiefsten Stand seit Februar 2024 drückten. Sie besannen sich aber dann noch etwas auf ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus und das avisierte weitere Wachstum des Immobilienportals. Die Verluste wurden auf 0,4 Prozent begrenzt.

Für Munich Re ging es nach gutem Lauf in gemäßigtem Rahmen um 0,7 Prozent bergab. Der Rückversicherer übertraf zwar trotz der verheerenden Waldbrände in Los Angeles sein Gewinnziel, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Die Titel des Erstversicherers Allianz schlugen sich nach durchwachsenen Zahlen mit einem Anstieg um 0,8 Prozent besser.

Die Reihe der Jahresberichte wurde im Dax durch die Deutsche Telekom ergänzt, hier wurde das Minus im Tagesverlauf mit 2,2 Prozent etwas größer. Getrübt wurde das Branchenbild vom MDax-Schlusslicht Freenet , dessen Aktien um weitere 14 Prozent abrutschten. Der Mobilfunk- und TV-Anbieter enttäuschte sowohl mit seinen Jahreszahlen als auch den Unternehmenszielen.

Im MDax gab es nach Zahlen einige weitere Werte mit größeren Schwankungen. So verlor der Gabelstaplerhersteller Kion gedrückt durch einen schwachen Ausblick mehr als zehn Prozent ins Minus. Konkurrent Jungheinrich verlor mehr als acht Prozent.

Mit 4,3 Prozent waren im allgemein schwachen Rüstungssektor auch die Hensoldt -Aktien ein größerer Verlierer. Hier wurden das Ergebnisziel und die Dividende als Enttäuschung gewertet.

Positiver war das Feedback bei Puma , die ihr Kursplus auf fast zehn Prozent steigerten. Die Zahlen des Sportwarenherstellers für das vergangene Quartal seien weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, kommentierte Analyst Thomas Maul von der DZ Bank.

Im Nebenwerte-Index SDax büßten die Aktien von Gerresheimer auf ihrer rasanten Talfahrt weitere 15 Prozent ein. Die Krise wegen untersuchter Bilanzierungsfehler spitzt sich beim Verpackungsspezialisten weiter zu. Dagegen gewannen die zuletzt schwachen Aktien von Adesso an der SDax-Spitze nach Zahlen mehr als 12 Prozent.

Auf europäischer Ebene setzte der EuroStoxx 50 seine Rekordrally zunächst fort, bevor der Leitindex ins Minus rutschte und 0,2 Prozent tiefer schloss. Außerhalb des Eurogebiets legte der Londoner FTSE 100 zu, der schweizerische SMI schloss im Minus. In New York verbuchte der Nasdaq 100 mit zuletzt 1,5 Prozent unter den Leitindizes die größten Verluste./tih/he

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