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Dax erholt sich weiter 12.10.2026, 18:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Dax DE0008469008 hat zum Wochenstart an seine Gewinne vom Freitag angeknüpft. Der deutsche Leitindex stieg am Montag letztlich um 0,76 Prozent auf 25.277,68 Punkte. Damit setzte er sich zwar noch etwas weiter von der in der Vorwoche mehrfach unterschrittenen 25.000-Punkte-Marke ab, die derzeit abwärtsgerichtete 21-Tage-Linie als Indikator für den kurzfristigen Trend blieb aber zunächst eine zu hohe Hürde. Der MDax DE0008467416 legte zu Wochenbeginn 0,38 Prozent auf 30.104,33 Zähler zu.

Aus Sicht von Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets steht die jüngste Entspannung am Aktienmarkt auf wackligen Beinen. Er verwies unter anderem auf Sorgen um die Finanzierung der großen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI), die hohen Staatsanleiherenditen und die teure Energie. Die Ölpreise legten nach zwischenzeitlichen Verlusten im Tagesverlauf wieder zu. Bei den Anlegern kam aber gut an, dass sich Bundeskanzler Friedrich Merz für eine Senkung der Stromsteuer aussprach.

Timo Emden, Marktanalyst bei CapTrader, sieht im Auf und Ab an der Börse ein fortgesetztes "Kräftemessen zwischen Bullen und Bären". Die startende Berichtssaison könnte unterdessen "kurzfristig wieder zum wichtigsten Taktgeber für die Aktienmärkte werden und schwelende Risikofaktoren kaschieren". Am Dienstag eröffnen einige US-Großbanken den Zahlenreigen fürs dritte Quartal.

An der Wall Street stieg der Dow Jones Industrial US2605661048 zum europäischen Handelsschluss rund ein halbes Prozent. An den US-Börsen fallen die Handelsumsätze wegen des "Columbus Day" geringer aus als sonst, der US-Anleihemarkt ist am Feiertag sogar geschlossen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann am Montag 0,45 Prozent auf 6.201,21 Punkte. Außerhalb des Euroraums legten der Schweizer SMI CH0009980894 und der britische FTSE 100 GB0001383545 ebenfalls zu.

Unter den deutschen Einzelwerten fielen am Montag Rüstungsaktien mit Kursgewinnen auf. Rheinmetall-Aktien DE0007030009 legten an der Dax-Spitze um 2,5 Prozent zu. Renk DE000RENK730, TKMS DE000TKMS001 und Hensoldt DE000HAG0005 stiegen im MDax zwischen 1,9 und 5,8 Prozent. Morgan Stanley äußerte sich optimistischer zu den Branchenaussichten. Die US-Bank hält eine Rally im Sektor zum Jahresende für gut möglich - und auch, dass das Vertrauen der Anleger in die Umsetzung der Ziele für 2027 gestärkt werden dürfte.

Im MDax waren außerdem auch die Aktien von Nordex DE000A0D6554 gefragt und stiegen um 3,9 Prozent. Der Windkraftanlagenbauer erhielt im dritten Quartal deutlich mehr Bestellungen als im Jahr zuvor. "Es lagen zwar keine Konsensschätzungen vor, doch der Anstieg erscheint massiv, auch wenn entsprechende Hinweise bereits in den Meldungen zum Auftragseingang der vergangenen Monate enthalten waren", sagte ein Händler.

Fortschritte beim Personalabbau trieben die Aktien von Schaeffler DE000SHA0100 um 1,2 Prozent an. Der Auto- und Industriezulieferer hatte nach eigenen Angaben bereits bis Ende September einen Großteil der abzubauenden Stellen streichen können. Damit soll der Stellenabbau früher als geplant abgeschlossen sein, obendrein dürfte die Kostensenkung im Anschluss höher ausfallen als gedacht. Schaeffler konnte zudem Rückstellungen auflösen.

Goldman Sachs stufte die Aktie des Immobilienunternehmens Aroundtown LU1673108939 auf "Sell" ab, was das Papier mit minus 5,7 Prozent an das MDax-Ende drückte. Wegen höherer Finanzierungskosten prognostizierte die US-Bank sinkende Ergebnisse je Aktie von 2026 bis 2028.

Flatexdegiro-Aktien DE000FTG1111 gaben um 1,9 Prozent nach. Hier belastete, dass Deutsche Bank Research ihre "Buy"-Einstufung gestrichen hat. Das Kundenwachstum des Online-Brokers schwäche sich ab, während sich zugleich die Handelsaktivitäten der Nutzer normalisierten. Zunehmender Wettbewerb drohe zudem die Kosten für die Gewinnung neuer Kunden nach oben zu treiben, hieß es.

Außerhalb von Dax, MDax und SDax DE0009653386 legten die Papiere von Procredit DE0006223407 um 1,2 Prozent zu. Angesichts der inzwischen fast vollständig erfolgten Übernahme des IT-Dienstleisters Nagarro DE000A3H2200 durch den indischen Konzern Persistent INE262H01021 nimmt die Bankengruppe am Mittwoch im Kleinwerte-Index den Platz von Nagarro ein./niw/nas

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

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