ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Dax-Rally nach erneutem Rekord abgebrochen 05.08.2026, 18:10 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Dax DE0008469008 hat am Mittwoch im Verlauf seiner August-Rally Tribut gezollt. Hoffnungen auf eine Beilegung des Iran-Krieges, weiter sinkende Ölpreise und die positiven Vorgaben aus dem US-Technologiesektor hatten den Leitindex DE0008469008 zunächst noch auf ein Rekordhoch getrieben. Bei gut 26.400 Punkten war der Kursspielraum dann aber zunächst ausgeschöpft.

Am Nachmittag war der Dax ins Minus abgerutscht, auch weil der Rückenwind von den US-Börsen nach einem erneuten Rekord des Dow Jones Industrial US2605661048 etwas abflachte. Mit 26.126,30 Punkten gab der deutsche Leitindex am Ende um 0,29 Prozent nach. Der MDax DE0008467416 fiel um 0,41 Prozent auf 32.426,33 Punkte.

Laut Marktbeobachter Andreas Lipkow hat "die Rally in der ersten Wochenhälfte den Dax viel Kraft gekostet". In Anbetracht der überraschenden Dynamik, in der der Leitindex von einem Rekord zum nächsten geeilt sei, würden die Anleger jetzt vorsichtiger. Nach Ankündigungen der USA und des Irans über Fortschritte hin zu einer Lösung im Iran-Krieg blieben außerdem Zweifel an einer schnellen Übereinkunft zur Öffnung der Straße von Hormus.

Die Experten der UBS glauben aber, dass die Treiber der Aktienmarktrally weiterhin bestehen. Neben der Hoffnung auf nachlassende geopolitische Spannungen und sinkende Ölpreise erwähnten sie, dass Unternehmensgewinne die KI-Investitionsargumente untermauerten. Förderlich seien außerdem die robuste Verfassung der US-Wirtschaft und eine abwartende Haltung der US-Notenbank Fed.

Im KI-geprägten Technologiebereich bekam die jüngste Rally am Mittwoch vereinzelt Rückschläge. Der Halbleiterhersteller Infineon DE0006231004 berichtete zwar von einem Rekordumsatz dank des KI-Booms, Börsianer sahen aber einen schwachen Aspekt in der Entwicklung der Profitabilität. Die Infineon-Titel sackten als Dax DE0008469008-Schlusslicht um fast sechs Prozent ab.

Ein angehobener Geschäftsausblick von Fresenius DE0005785604 überzeugte dagegen die Anleger. Der Kurs schnellte um mehr als fünf Prozent auf den höchsten Stand seit März. Analysten attestierten dem Medizin- und Krankenhauskonzern starke, über den Erwartungen liegende Ergebnisse.

Auch die Geschäfte von Siemens Energy DE000ENER6Y0 laufen weiter rund. Nach der zuletzt schwungvollen Erholung war es bei dem Energietechnikkonzern offenbar schon wieder eingepreist, dass dieser im dritten Quartal die Erwartungen übertraf und den im Frühjahr angehobenen Ausblick bestätigte. Nach einem bis zu 5,7 Prozent großen Tagesplus schlossen die Anteile prozentual unverändert.

Höhere Mieten gaben Vonovia DE000A1ML7J1 im ersten Halbjahr Auftrieb. Die Ergebnisziele für das laufende Jahr bestätigte der Immobilienkonzern zwar, doch der Fokus lag laut dem Jefferies-Experten Pierre-Emmanuel Clouard auf einer vorsichtigeren Haltung zum weiteren Mietwachstum. Die Aktien reagierten mit einem Kursrückgang von 2,3 Prozent.

Eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms sowie US-Zollrückzahlungen brachten die Titel von DHL Group DE0005552004 nicht mehr weiter voran, vielmehr setzten Gewinnmitnahmen ein. Die Anteile reagierten auf die Annäherung an das fünf Jahre alte Rekordhoch mit einem Kursrutsch um 3,7 Prozent.

Besser war die Reaktion auf Neuigkeiten bei dem MDax DE0008467416-Mitglied Wacker Chemie DE000WCH8881, die für das Geschäft in den USA mehr Klarheit schaffen könnten. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bereitet die US-Regierung die Einführung einer Preisuntergrenze sowie von Polysilizium-Zöllen vor - zum Schutz vor wachsenden Ambitionen Chinas in der Chip-Lieferkette. Die Wacker-Aktie legte an der Indexspitze um fünf Prozent zu.

Im SDax DE0009653386 sackte der Kurs von Basler trotz eines erhöhten Umsatz- und Margenausblicks um sieben Prozent ab. Ein Händler merkte vor dem Hintergrund einer viertägigen Gewinnserie an, dass sich die Erwartungen der Analysten schon am oberen Ende der Zielspanne bewegt hätten. Martin Comtesse von Jefferies betonte Lieferkettenrisiken bei dem Bildverarbeitungsspezialisten.

Auf europäischer Bühne schloss der Anfangs auch rekordhohe EuroStoxx EU0009658145 0,15 Prozent tiefer bei 6.476,98 Punkten. Außerhalb der Eurozone legte die Züricher Börse etwas zu, während London nahezu unverändert aus dem Tag ging. In New York legte der Dow zuletzt auf 0,8 Prozent zu. Der Nasdaq 100 rutschte ins Minus gerutscht.

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