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Dax trotzt Nahost-Eskalation und KI-Abverkauf 13.07.2026, 18:03 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 31.832,41 PKT -0,46 % Ariva Indikation
DAX 24.997,71 PKT -0,39 % Ariva Indikation
SDAX 18.208,82 PKT +0,37 % Ariva Indikation

Die jüngste Entwicklung im Nahost-Konflikt hat den Dax DE0008469008 am Montag kaltgelassen. Auch weitere Gewinnmitnahmen bei Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) konnte der deutsche Leitindex abschütteln. Nach zwischenzeitlichen Verlusten gewann er letztlich 0,19 Prozent auf 25.114,25 Punkte. Damit notierte der Dax knapp über der für den kurzfristigen Trend wichtigen 21-Tage-Linie, um die er jüngst pendelte. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen stieg um 0,20 Prozent auf 31.981,81 Zähler.

"Schnäppchenjäger haben den Dax zurück über die Marke von 25.000 Punkten gekauft", kommentierte Andreas Lipkow, Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Käufer blenden die potenziellen Folgen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten vorerst aus." Lipkow verwies allerdings auf die wieder steigenden Ölpreise und damit verbundene Inflations- sowie Zinssorgen.

Das US-Militär attackierte in der Nacht auf Montag den Iran erneut, nachdem es das Land bereits am Wochenende angegriffen hatte. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Nachdem das US-Militär seine Attacken für beendet erklärt hatte, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Insa am Nachmittag über neue Angriffe im Südwesten des Landes. US-Präsident Donald Trump kündigte außerdem die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen an.

An den überwiegend schwachen asiatischen Märkten litten vor allem die gut gelaufenen technologielastigen Indizes wie der südkoreanische Kospi KRD020020008 und der japanische Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 unter heftigen Kursverlusten. In New York startete die Tech-Börse Nasdaq schwach in den Handel.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 legte um 0,02 Prozent auf 6.271,02 Punkte zu. Außerhalb der Eurozone schloss der Leitindex in London GB0001383545 ebenfalls kaum bewegt, in Zürich CH0009980894 ging es leicht aufwärts. In New York stand der Dow Jones Industrial US2605661048 zum europäischen Handelsschluss moderat im Minus.

Am deutschen Aktienmarkt gerieten mit der asiatischen Tech-Schwäche vor allem Halbleitertitel unter Druck: Im Dax büßte Schlusslicht Infineon DE0006231004 2,9 Prozent ein und im MDax Elmos DE0005677108 3,8 Prozent. Damit gingen die Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien auch hierzulande erst einmal weiter.

Dagegen schaffte der Internetdienstleister Ionos DE000A3E00M1 ein Kursplus von 8 Prozent. Die Aktien bestätigten das schon bekannte Muster, dass Werte mit latenten KI-Verdrängungssorgen oft tendenziell von einer Schwäche von Chipwerten und anderen KI-Boomern profitieren. Hinzu kam eine Kaufempfehlung durch die Bank of America. Ionos sei ein One-Shop-Stop der europäischen Digitalisierung für kleine und mittelständische Unternehmen, schrieben die Analysten.

Unter Druck standen angesichts der Nachrichten aus Nahost Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche CH0019112744: Die Fluggesellschaft Lufthansa DE0008232125 und der Reisekonzern Tui DE000TUAG505 belegten mit Kursabschlägen von 4,1 und 1,1 Prozent hintere Plätze im MDax.

Fraport DE0005773303 stemmte sich mit plus 1,8 Prozent gegen diesen Sektortrend. Der Flughafenbetreiber legte zwar schwache Verkehrsdaten für den Juni vor und senkte seine Jahresprognose für das Passagieraufkommen. Die US-Bank JPMorgan betonte aber die Bestätigung der übrigen Ziele. Zudem stufte die französische Bank Exane BNP Paribas die Aktien hoch.

Die Anteile des Kochboxenversenders Hellofresh DE000A161408 sackten im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 auf ein Rekordtief ab und gingen 1,6 Prozent tiefer aus dem Handel. Analyst Sven Sauer von Kepler Cheuvreux senkte sein Kursziel und stufte die Papiere auf "Reduce" ab. Er begründete dies mit erneut gesenkten Erwartungen bis 2028, aber vor allem mit seinem nun geringeren Vertrauen in das Timing einer Umsatz-Trendwende./niw/he

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

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