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Dax trotzt starken US-Jobdaten 04.09.2026, 18:03 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Überraschend robuste Jobdaten aus den USA haben die jüngste Aufwärtsbewegung im Dax DE0008469008 am Freitag nicht gestoppt. Der deutsche Leitindex ging trotz schwacher US-Börsen letztlich 0,17 Prozent höher mit 26.046,40 Punkten aus dem Handel. Damit setzte er die am Vortag eingeleitete Erholung zurück oberhalb der 26.000-Punkte-Marke fort.

Dabei halfen dem Dax auch die auf hohem Niveau stabilisierten Ölpreise, nachdem diese zuvor wegen des Iran-Kriegs erneut stark gestiegen waren. Auf Wochensicht steht angesichts der vorangegangenen Korrektur vom am Freitag vergangener Woche erreichten Rekordhoch bei 26.618 Zählern aber ein Minus von rund zwei Prozent zu Buche. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen gewann vor dem Wochenende 0,30 Prozent auf 32.355,32 Punkte.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem "ganz starken" US-Arbeitsmarktbericht. Inklusive der positiven Revisionen der beiden Vormonate seien im August viermal so viele Stellen geschaffen worden wie erwartet. Positiv sei, dass sich das Lohnwachstum nicht beschleunigt habe und somit keinen neuen Druck auf die US-Notenbank Fed ausübe. "Von daher muss dieser unerwartet starke Bericht nicht zwangsläufig zu einer Zinserhöhung führen", ergänzte Altmann.

Außerdem spiele für die Börse eine brummende Konjunktur eine wesentlich größere Rolle als die Zinssorgen, betonte Marktstratege Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets: "Viele Beschäftigte helfen der US-Wirtschaft mehr, als ihr eine Zinserhöhung schadet, so die Argumentation."

Ohnehin hätten die kommende Woche anstehenden US-Inflationsdaten etwas mehr Bedeutung als der Jobbericht, schrieb Consorsbank-Chefmarktanalyst Jochen Stanzl. Mehrere Fed-Gouverneure hätten zuletzt darauf verwiesen, "diese abwarten zu wollen, um zu entscheiden, ob sie sich für einen Zinsschritt im September aussprechen werden oder nicht". Sie machten zudem Anzeichen einer nachlassenden Inflation aus.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 kletterte am Freitag um 0,16 Prozent auf 6.392,93 Punkte nach oben. Außerhalb der Eurozone schlossen der FTSE 100 GB0001383545 in London und der SMI CH0009980894 in Zürich wenig bewegt. In New York gab der Dow Jones Industrial US2605661048 zum europäischen Handelsschluss rund 0,6 Prozent nach, der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 kam hingegen kaum von der Stelle.

Am deutschen Aktienmarkt stach vor dem Wochenende Dax-Spitzenreiter Volkswagen DE0007664039 mit einer weiteren Kurserholung um 6,5 Prozent heraus. Der Aufsichtsrat des krisengeplagten Autobauers billigte am Donnerstagabend nach wochenlangen Auseinandersetzungen überraschend einstimmig weite Teile eines Sanierungskonzepts des Vorstands. Neben den VW-Titeln waren auch die Aktien des Großaktionärs Porsche SE DE000PAH0038 mit plus 3,6 Prozent gefragt.

Ebenfalls auf Kaufinteresse stießen Halbleiterwerte: Im Dax legten die Aktien von Infineon DE0006231004 um 2,4 Prozent zu und im MDax gewannen Suss Microtec DE000A1K0235, Siltronic DE000WAF3001 und Elmos DE0005677108 bis zu 6 Prozent. Sie folgten damit der positiven Entwicklung der Tech-Branche in Asien. Bei Suss sieht Warburg-Analyst Malte Schaumann angesichts der günstigen Bewertung sowie dicker Auftragsbücher zudem eine gute Kaufgelegenheit.

Als Kurstreiber erwiesen sich außerdem Analysteneinschätzungen. So ließ eine Hochstufung der Investmentbank Oddo BHF die Titel von Continental DE0005439004 um 1,9 Prozent steigen. Continental sei nun keine Umbaustory mehr, sondern ein purer Reifenkonzern mit einer Profitabilität, die zu den besten der Branche zähle, begründete Experte Michael Foundoukidis seine Neubewertung.

Für die Aktien von Puma DE0006969603 ging es dagegen um 1,8 Prozent abwärts, während Adidas DE000A1EWWW0 letztlich um 0,3 Prozent stiegen. Der Kurseinbruch von Lululemon US5500211090 nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung des US-Sportartikelherstellers war auch bei den deutschen Branchentiteln ein Thema./niw/zb

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

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