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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Dax-Vortagserholung weitgehend verpufft 11.03.2026, 18:17 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 23.906,52 PKT -1,76 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Entwicklungen im Iran-Krieg haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch wieder spürbar verunsichert. Die Straße von Hormus ist faktisch gesperrt. Mehrere Schiffe in und nahe der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meeresenge gerieten unter Beschuss und die Ölpreise stiegen wieder.

Die Nervosität spiegelt sich im deutlich schwankenden Dax wider. Nach seiner Erholung am Vortag kam der deutsche Leitindex erneut unter Druck. Auf weitgehende Erholungen zur Mittagszeit und am Nachmittag folgten rasch größere Verluste. Letztlich ging das Börsenbarometer mit einem Abschlag von 1,37 Prozent auf 23.640,03 Punkte aus dem Tag.

Der MDax sank um 1,04 Prozent auf 29.414,84 Zähler. Europaweit und auch in den USA sah es nur ein wenig besser aus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx fiel um 0,73 Prozent auf 5.794,68 Zähler, und auch in London und Zürich wurden Verluste verbucht. In den USA gab der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial um Börsenschluss in Europa ähnlich nach, während sich der technologielastige Nasdaq 100 besser hielt.

Der Energiemarkt bleibt im Zuge des Iran-Kriegs weiter Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger. Nur zeitweise gab es etwas Erleichterung, da die Internationale Energieagentur (IEA) eine Rekordmenge strategischer Ölreserven, insgesamt 400 Millionen Barrel, freigeben will.

Laut Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, ist dies allerdings nur eine "Lösung auf Zeit". Auch bei dem Dax-Vortagesplus habe es sich nur um eine "technische Erholung" gehandelt, die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung für den Leitindex rechnet Stanzl im besten Falle in ein bis zwei Wochen.

Aufseiten der Unternehmen standen zur Wochenmitte wieder einige Quartalsberichte samt Jahreszielen an. Das Feedback der Anleger auf Rheinmetall und Henkel war dabei negativ, wie die Abschläge beider Aktien von 8,0 und 3,5 Prozent zeigten. Sowohl beim Rüstungskonzern als auch beim Konsumgüter- und Klebstoffhersteller monierten Analysten Schwächen im Schlussquartal 2025 sowie durchwachsene Ausblicke.

SAP gaben um 2,5 Prozent nach und profitierten somit nicht davon, dass US-

Branchenkollege Oracle seine hohen Investitionen in KI-Infrastruktur entgegen allen Zweifeln in Umsatzwachstum ummünzen konnte.

Im MDax gewannen Wacker Chemie unterdessen als Index-Favorit 6,6 Prozent und erholten sich damit weiter von ihrem jüngsten mehrmonatigen Tief. Gut kam vor allem das Unternehmensziel für das operative Ergebnis 2026 an, das etwas über der durchschnittlichen Analystenschätzung liegt.

Die Aktien des Sportwagenbauers Porsche gaben ihre im Tagesverlauf eingeheimsten Kursgewinne wieder ab und verloren 1,2 Prozent. Das Urteil von Goldman Sachs fiel ernüchternd aus: Die Zuffenhausener hätten die ohnehin geringen Erwartungen im vierten Quartal noch verfehlt, schrieb Analyst Christian Frenes. Der Ausblick signalisiere obendrein einen längeren Weg zurück zu prozentual zweistelligen Margen.

Die Lufthansa-Papiere gaben um 1,6 Prozent nach. Nicht nur kriegsbedingte Turbulenzen belasten. Für Donnerstag und Freitag hat nun auch die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit zum Streik aufgerufen.

Einen Kursrutsch am Morgen von fast 18 Prozent konnten die Gerresheimer-Aktien bis Handelsschluss teils ausbügeln. Sie verloren letztlich 5,8 Prozent. Der Pharma-Verpackungshersteller kann den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 wegen noch laufender Bilanzprüfungen erst nach dem 31. März veröffentlichen und wird daher wohl aus dem SDax herausgenommen./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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