ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Erholung - Hoffnung auf Vermittler China 13.05.2026, 18:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Dax DE0008469008 hat sich am Mittwoch etwas von seinen deutlichen Vortagsverlusten erholt. Im Fokus stand neben einer erneuten Flut von Unternehmenszahlen die Ankunft von US-Präsident Donald Trump in China. Die Marktteilnehmer hoffen angesichts des Staatsbesuchs auf eine mögliche Vermittlungsrolle Chinas in den stockenden Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Negativ aufgenommene US-Inflationsdaten bremsten am Nachmittag allerdings die Kaufbereitschaft. Gleich zum Börsenstart eroberte der deutsche Leitindex die Marke von 24.000 Punkten zurück, unter die er am Vortag abgesackt war. Nach Kursgewinnen von bis zu 1,1 Prozent reichte es am Ende noch für ein Plus von 0,76 Prozent auf 24.136,81 Punkte. Der MDax DE0008467416, der Index der mittelgroßen Werte, stieg um 1,26 Prozent auf 31.400,41 Punkte.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um 0,9 Prozent hoch. Auch in Zürich und London zogen die Kurse an. Derweil fanden die wichtigsten US-Indizes zum europäischen Handelsende keine gemeinsame Richtung.

Vergangene Woche hatten Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran den Dax bis auf 25.152 Punkte klettern lassen. Fehlende Fortschritte bei den Verhandlungen sorgten dann aber schnell wieder für Ernüchterung.

Die Anleger setzen nicht nur auf China als Vermittler im Nahost-Konflikt. Dass Trump von hochrangigen Wirtschaftsvertretern wie Jensen Huang, Chef des KI-Chipgiganten Nvidia US67066G1040, sowie Tesla US88160R1014-Chef Elon Musk begleitet wird, schürte zudem Hoffnungen auf eine Beilegung des schwelenden Handelskonflikts zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften.

Am deutschen Aktienmarkt sorgten vor allem Geschäftszahlen und Unternehmensausblicke für kräftige Kursbewegungen. Im Dax zählte Merck DE0006599905 mit plus 7,2 Prozent zu den größten Gewinnern. Börsianer attestierten dem Pharma- und Chemiekonzern ein überraschend starkes erstes Quartal und sahen auch die angehobenen Jahresziele über den Erwartungen.

Beim Energiekonzern Eon DE000ENAG999 reichte es dank ebenfalls guter Zahlen für einen Kursgewinn von 3,5 Prozent. Dagegen sanken die Titel des Branchenkollegen RWE DE0007037129 nach einem durchwachsenen Quartalsbericht um 2,2 Prozent.

Geringere Versicherungsschäden und ein brummendes Fondsgeschäft bescherten Allianz DE0008404005 einen überraschend starken Jahresstart und den Aktien einen Anstieg um 1,1 Prozent. Die Papiere von Deutsche Telekom DE0005557508 legten dank guter Quartalszahlen insbesondere der wichtigen US-Tochter T-Mobile US US8725901040 um 1,2 Prozent zu. Zudem hoben die Bonner die Jahresziele ein wenig an.

Gute Geschäfte aufgrund des starken Ölpreisanstiegs seit Beginn des Iran-Kriegs bescherten Verbio DE000A0JL9W6 einen Kurssprung von 15,4 Prozent sowie den ersten Platz im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386. Zudem engte der Biokraftstoffhersteller die Ziele für das in Kürze endende Geschäftsjahr nach oben hin ein.

Für Dax-Spitzenreiter Infineon ging es auch ohne aktuelle Nachrichten um 10,7 Prozent hoch, womit die Aktien so teuer waren wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Der Chiphersteller profitiert vom ungebrochene Branchenboom aufgrund der hohen Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) und ist auch im bisherigen Jahresverlauf mit plus 71 Prozent größter Dax-Gewinner.

Das Thema KI gibt auch den Chipindustrie-Ausrüstern Schwung: Aixtron DE000A0WMPJ6 und Suss Microtec DE000A1K0235 belegten mit Aufschlägen von 11,2 und 5,9 Prozent vordere Plätze im MDax beziehungsweise SDax. Sie können seit Jahresbeginn noch eindrucksvollere Kursgewinne als Infineon vorweisen. Ähnliches gilt für den Optoelektronik-Spezialisten Jenoptik DE000A2NB601, dessen Anteile um 14 Prozent anzogen. Anschlusskäufe nach den starken Quartalszahlen vom Vortag bescherten ihm erneut einen Kursrekord.

Dagegen büßten Bilfinger DE0005909006-Titel 5,6 Prozent ein. Der Industriedienstleister bekam im ersten Quartal wegen des Iran-Kriegs die Zurückhaltung seiner Kunden zu spüren und meldete einen rückläufigen Auftragseingang./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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