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Leichte Verluste vor Zinssignalen der Fed 28.01.2026, 17:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend hat der deutsche Aktienmarkt den Rückwärtsgang eingelegt. Der Dax sank zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit einer Woche und verlor zum Handelsschluss 0,29 Prozent auf 24.822,79 Punkte. Tags zuvor war der deutsche Leitindex kurzzeitig über die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten gestiegen, letztlich aber wieder abgedreht. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gab zur Wochenmitte um 0,28 Prozent auf 31.640,37 Zähler nach.

Die US-Notenbank wird am Abend den Leitzins aus Sicht von Experten nicht weiter senken. Im Dezember hatte sie ihn noch um 0,25 Prozentpunkte verringert, im vergangenen Jahr um insgesamt 0,75 Punkte. Begründet wurden die Lockerungen trotz einer hartnäckigen Inflation mit einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt.

Im Blick der Finanzmärkte steht aber vor allem der Kampf um die Unabhängigkeit der Fed im Zuge des anstehenden Führungswechsels. US-Präsident Donald Trump übt seit Monaten starken Druck auf Notenbankchef Jerome Powell aus. Zuletzt eskalierte der Konflikt mit der Einleitung rechtlicher Maßnahmen gegen ihn, dessen Amtszeit im Mai endet. Die heftigen Attacken Trumps und seine Forderung nach Zinssenkungen verunsichern die Finanzmärkte. "Der Fed kommt die schon länger absehbare Pause bei den Zinssenkungen daher wohl gelegen, da sie mit ihr ihre Unabhängigkeit demonstrieren kann", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner.

Gesucht waren deutsche Hightech-Aktien nach starken Quartalszahlen und optimistischen Prognosen des Halbleiterindustrie-Ausrüsters ASML . Der niederländische Konzern profitiert weiter stark vom KI-Boom. Dies trieb die Papiere von Jenoptik um fast 9 Prozent nach oben. Für den Hersteller von optischen Systemen und Lasern ist ASML laut Analysten der wichtigste Kunde.

Gute Nachrichten gab es auch vom südkoreanischen Chip-Hersteller SK Hynix , der dank des KI-Booms ein Rekordquartal verzeichnete. Am Vorabend hatte bereits der US-Chipkonzern Texas Instruments mit robusten Quartalsprognosen überzeugt. Daraufhin stiegen Infineon um 2,6 Prozent und Elmos Semiconductor um 4,0 Prozent.

Eine Razzia bei der Deutschen Bank setzte deren Papiere unter Druck. Wegen des Verdachts der Geldwäsche hat die Justiz Gebäude des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt und Berlin durchsucht. Hintergrund sind frühere Geschäftsbeziehungen des Instituts zu ausländischen Gesellschaften, die ihrerseits im Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben. Aktien der Deutschen Bank verloren 2 Prozent.

Aktien von Wacker Chemie fielen um 4,0 Prozent. Der Chemiekonzern habe beim operativen Gewinn im vierten Quartal selbst die zuletzt deutlich gesunkenen Markterwartungen noch klar verfehlt, kommentierte Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan. Eine optimistischere Gewinnprognose des Hamburger Kupferproduzenten Aurubis trieb den Aktienkurs auf ein Rekordhoch. Aus dem Handel gingen die Titel 2,7 Prozent höher.

Der EuroStoxx 50 fiel am Mittwoch um 1,0 Prozent auf 5933,20 Zähler. Außerhalb der Eurozone büßte der schweizerische SMI 1,5 Prozent ein. Der Verlust des britische FTSE 100 war deutlich geringer. An den US-Börsen überwand der marktbreite S&P 500 erstmals die Marke von 7.000 Punkten. Vor allem Tech-Aktien waren dort gesucht./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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