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Neuer Nahostkrieg drückt Dax weiter ins Minus 13.06.2025, 18:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die israelischen Luftangriffe auf Atomanlagen und andere Ziele im Iran haben dem Dax am Freitag herbe Kursverluste eingebrockt. Zum Börsenschluss büßte der deutsche Leitindex 1,07 Prozent auf 23.516,23 Punkte ein. Damit verzeichnete er den sechsten negativen Handelstag in Folge sowie ein Wochenminus von 3,2 Prozent. Noch in der Vorwoche hatte der Dax mit 24.479 Punkten ein Rekordhoch erzielt.

Eine weitere Eskalation des neuen Nahostkriegs könnte die Ölpreise über 80 US-Dollar treiben, warnen die Experten von ING Economics. Von der US-Notenbank Fed werde ohnehin eine Beibehaltung der aktuellen Zinsen erwartet. Durch diese Ereignisse dürfte sie sich in ihrer Haltung bestätigt fühlen. Am kommenden Mittwochabend entscheiden die Währungshüter über ihre weitere Geldpolitik.

"Die Fed wird Donald Trumps Drängeln in Richtung der ersten Leitzinssenkung in diesem Jahr erneut nicht nachgeben", schreibt Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck. Denn obwohl die US-Inflation im Mai abermals unter den Markterwartungen gelegen habe, sei deren weitere Entwicklung ungewiss.

"Bis auf den nicht gerade detaillierten Handels-Deal mit Großbritannien lassen weitere echte Deals trotz aller Ankündigungen der US-Administration auf sich warten", so Greil. "Damit fehlt der Fed weiterhin ein wesentlicher Mosaikstein, um den künftigen Inflationstrend wirklich einschätzen zu können." Er hält auch eine Zinssenkung bei der Sitzung Ende Juli für unwahrscheinlich - "wahrscheinlich kommt sie erst bei der nächsten Sitzung im September".

Die Risikoaversion der Anleger bekamen vor dem Wochenende auch andere Aktienindizes zu spüren. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Freitag um 1,52 Prozent auf 29.742,09 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 setzte mit minus 1,3 Prozent seinen Abwärtstrend ebenfalls fort.

In Zürich stand ein ähnlicher, in London dagegen ein nur moderater Kursrückgang zu Buche. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial verlor zum europäischen Handelsende rund ein Prozent und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,6 Prozent.

Rüstungsaktien konnten von der geopolitischen Lage nicht gleichermaßen profitieren. Rheinmetall gewannen an der Dax-Spitze 2,7 Prozent. Im MDax ging es für Renk um 0,8 Prozent hoch, wogegen Hensoldt um 0,1 Prozent nachgaben. Letztere lagen damit dennoch im Index unter den vorderen Werten.

Die Papiere von Verbio eroberten mit plus 8,3 Prozent den Spitzenplatz im Nebenwerte-Index SDax . US-Präsident Trump will, dass Ölraffinerien im kommenden Jahr mehr Biokraftstoffe in Benzin und Diesel mischen und gleichzeitig die Verwendung importierter Vorräte einschränken. Eine Umsetzung dieser Pläne dürfte auch Verbios US-Geschäft zugutekommen.

Unter Druck blieben dagegen Papiere aus dem Reise- und Luftfahrtbereich - wegen der Einschränkungen im Reiseverkehr durch die israelisch-iranische Konfrontation und wegen der steigenden Ölpreise. Fraport büßten 3,5 Prozent ein. Bei Tui und Lufthansa mussten die Anleger Verluste von 3,4 und 2,8 Prozent verkraften.

Aus Sorge vor einer sich abkühlenden Konjunktur zeigten sich zyklische Werte aus dem Einzelhandel, dem Automobil- und Bankensektor schwach. Adidas , Volkswagen , Deutsche Bank und BMW belegten im Dax mit Abschlägen von bis zu 2,8 Prozent hintere Plätze./gl/men

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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