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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Ölpreis und KI-Sorgen beunruhigen Anleger 14.09.2026, 18:18 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 31.145,09 PKT -1,63 % Ariva Indikation
DAX 25.505,00 PKT +0,30 % Lang & Schwarz

Belastet von steigenden Ölpreisen und neuen KI-Bedenken ist der deutsche Aktienmarkt zum Wochenstart teils deutlich unter Druck geraten. Der Dax DE0008469008 war am Montag zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Ende Juli abgesackt und schloss letztlich 0,50 Prozent im Minus bei 25.440,81 Punkten. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen war auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai gerutscht und verlor am Ende 1,92 Prozent auf 31.057,16 Zähler.

"Der Dax bleibt im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen", sagte Marktanalyst Timo Emden vom Handelshaus CapTrader. "Mit jedem weiteren Ölpreisschub wächst die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten." Die Ölpreise legten wegen der von Saudi-Arabien abgeschalteten Ölpipeline und der weiter ungeklärten Lage rund um die Straße von Hormus zu. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg erstmals seit 2023 zeitweise wieder über die viel beachtete Marke von fünf Prozent.

Zu Wochenbeginn äußerten sich insbesondere prominente Vertreter der KI-Branche skeptisch zu ihrer eigenen Technologie. Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet etwa Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen.

Amodei bekam mit dieser Meinung prominente Rückendeckung, etwa von Tesla US88160R1014- und SpaceX-Chef US84615Q1031 Elon Musk sowie dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman. Dieser erteilte zudem einem schnellen Börsengang seines Unternehmens eine Absage: Dieser werde im laufenden Jahr wegen der vorhandenen Sicherheitsbedenken wohl nicht mehr stattfinden.

Dies bremste deutsche Aktien mit eingepreister Fantasie bei diesem Trendthema merklich ein. So gehörten die Titel der KI-Profiteure Infineon DE0006231004, Siemens Energy DE000ENER6Y0 und Hochtief DE0006070006 mit Verlusten von bis zu 9,4 Prozent zu den schwächsten Dax-Werten. Am breiteren Markt erwischte es die Papiere von Chip-Branchenausrüstern wie Jenoptik DE000A2NB601, Siltronic DE000WAF3001, Suss Microtec DE000A1K0235 und Aixtron DE000A0WMPJ6 mit Abgaben von bis zu 11,2 Prozent teils noch deutlicher.

Was die KI-Werte belastete, wurde am Montag zu einer Entlastung für Software-Werte, die in der ersten Jahreshälfte 2026 stark unter der Sorge gelitten hatten, dass KI ihre Geschäftspotenziale gefährden könnte. Die Anteilsscheine von SAP DE0007164600 waren mit einem Anstieg von 5,1 Prozent die Spitzenreiter im Dax. Im MDax hatten die Papiere von Nemetschek DE0006452907 mit einem Plus von 2,7 Prozent die Nase vorn, und im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 gewannen die Aktien von Teamviewer DE000A2YN900 3,5 Prozent.

Für die Papiere von Bayer DE000BAY0017 ging es um 2,4 Prozent nach oben. Im Anlegerfokus stand dabei eine Anhörung vor einem Gericht im US-Bundesstaat Missouri mit Blick auf die finale Genehmigung eines Sammelvergleichs zu den Rechtsstreitigkeiten um den Unkrautvernichter Roundup. Die Entscheidung des Gerichts wird den Angaben des Unternehmens zufolge erst zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 büßte 1,02 Prozent auf 6.260,38 Punkte ein. Außerhalb der Eurozone legten der FTSE 100 GB0001383545 in London und insbesondere der SMI CH0009980894 in Zürich zu. Sie profitierten von Kursgewinnen bei Aktien aus als defensiv eingeschätzten Branchen wie Pharma EU0009658723 oder Nahrungsmittel EU0009658749. In New York wiederum gab der Dow Jones Industrial US2605661048 zum europäischen Handelsschluss leicht nach./la/stw

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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