ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Zoll-Dämpfer für Trump hellt Stimmung kaum auf 29.05.2025, 18:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 24.396,01 PKT -0,12 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein juristischer Dämpfer für die aggressive US-Zollpolitik hat am Donnerstag neben überzeugenden Geschäftszahlen des KI-Giganten Nvidia den deutschen Aktienmarkt nicht nachhaltig positiv beeinflusst. Dax-Rekorde wie noch an den zwei Tagen zuvor blieben am Feiertag Christi Himmelfahrt aus. Für die Märkte bleibt das Zoll-Thema ein Unsicherheitsfaktor.

Der Dax schloss 0,44 Prozent tiefer auf 23.933,23 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er im frühen Handel bei knapp 24.326 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht. Im laufenden Jahr hat der Dax aktuell um gut ein Fünftel zugelegt.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Donnerstag 0,16 Prozent auf 30.697,55 Punkte und zog in der Jahresentwicklung mit dem Dax fast gleich. Gerade der Mittelstand gilt als Profiteur der Milliardeninvestitionen der neuen deutschen Regierung.

Donald Trump bekommt bei seiner Zollpolitik Gegenwind: Ein US-Bundesgericht sprach dem US-Präsidenten die Befugnis ab, weitreichende Zölle unter Berufung auf ein Notstandsgesetz zu verhängen. Die betreffenden Zölle würden "aufgehoben und ihre Anwendung dauerhaft untersagt", hieß es in der Entscheidung des für internationalen Handel zuständigen Gerichts in New York.

Damit ist Trumps aggressive Handelspolitik, die die Finanzmärkte weltweit zwischenzeitlich erschüttert hatte und immer wieder für Unruhe sorgt, zumindest vorerst etwas ausgebremst. Die US-Regierung legte allerdings umgehend Berufung gegen die Entscheidung ein. Diese betrifft die meisten Zölle, die von Trumps Regierung erlassen oder vorübergehend ausgesetzt wurden. Nicht betroffen sind dagegen Zölle auf bestimmte Produkte wie Stahl, Aluminium und Autos sowie Abgaben auf Produkte wie Arzneimittel und Halbleiter, die die US-Regierung angedroht hat.

Laut den Experten von Capital Economics sorgt das Urteil für noch mehr Unsicherheit in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union. Trumps Position sei geschwächt, gleichwohl blieben die Zoll-Risiken sehr real, auch weil Zölle auf einzelne Sektoren vom Urteil nicht betroffen seien.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,14 Prozent auf 5.371,10 Punkte. Außerhalb der Eurozone schloss der britische Leitindex FTSE 100 ebenfalls leicht im Minus. In der Schweiz wurde wegen des Feiertages nicht gehandelt. In den USA stand zum europäischen Börsenschluss der Leitindex Dow Jones Industrial knapp im Plus, der technologielastige Nasdaq 100 legte moderat zu.

Aktien von Unternehmen, die auch wegen umfangreicher Produktion in asiatischen Ländern besonders im Fokus der Zollsorgen stehen, profitierten von dem Zoll-Urteil nur anfangs deutlicher. Die Papiere des Sportartikel-Herstellers Adidas beispielsweise notierten am Ende des Tages nur noch 0,7 Prozent höher.

Mit Blick auf Nvidia waren die Anleger am Vortag vor der Zahlenveröffentlichung durchaus nervös, denn die Geschäftszahlen des US-Techkonzerns haben große Bedeutung für die Marktstimmung weit über den Sektor hinaus. Mit seinem rasanten Umsatzplus wischte Nvidia aber die Sorgen weg. "Der KI-König hat inmitten des Handelskriegs geliefert", schrieb Experte Stephen Innes von SPI Asset Management.

Von den Nvidia-Zahlen angeschoben, lagen Halbleiterwerte anfangs deutlich im Plus, reduzierten aber mit dem nachgebendem Gesamtmarkt ihre Gewinne. Die Papiere von Infineon gewannen letztlich 0,7 Prozent. In der zweiten und dritten Börsenreihe schlossen Aixtron , Suss Microtec und Siltronic mit Kursanstiegen zwischen 0,9 und 2,1 Prozent.

Unter Druck standen die 2025 bisher sehr starken Aktien von Heidelberg Materials mit minus 2,1 Prozent. Großaktionär Spohn Cement Beteiligungen hatte Kreisen zufolge 1,5 Millionen Aktien des Baustoffkonzerns veräußert. Der Preis habe bei 175 Euro je Anteilschein gelegen, berichtete die Nachrichtenagentur Blomberg am späten Mittwochabend unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente.

Die Aktien von Auto1 verloren 3,8 Prozent. Belastend wirkten die Geschäftszahlen und der Ausblick des britischen Autohändlers Auto Trader . Zahlen und Ausblick lagen laut der schweizerischen Bank UBS leicht unter den Markterwartungen./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 11,87
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 49,62
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: UQ6PEM UM5GTL. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

Gestern 18:14 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 17:48 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 17:46 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 17:45 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 16:50 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer