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Kaum verändert - Abwarten im US-Zollstreit 08.07.2025, 16:26 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben sich am Dienstag nicht weit von ihren Schlussständen des Vortags entfernt. Anleger sind angesichts der Zollpolitik von Präsident Donald Trump verunsichert und warten ab. Dieser hatte am Montag die Frist der bislang für diesen Mittwoch angepeilten US-Zölle auf den 1. August verschoben. Dabei schob er letztlich aber noch hinterher, dass auch die neue Frist "nicht zu 100 Prozent fest steht". Da obendrein an diesem Dienstag keine wichtigen Wirtschaftsdaten anstehen, sei eher Abwarten das Motto am US-Markt, sagten Börsianer.

Der Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,18 Prozent auf 44.326,70 Punkte nach. Der S&P 500 verlor 0,12 Prozent auf 6.222,56 Zähler und der Nasdaq 100 rutschte um 0,01 Prozent auf 22.682,51 Punkte ab.

"Die Trump-Administration scheint an einer weiteren Eskalation der Handelsstreitigkeiten kein Interesse zu haben", schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Vielmehr möchte das Weiße Haus mit den jeweiligen Handelspartnern Zollvereinbarungen treffen. Dafür brauche es schlicht mehr Zeit. Die neue Frist habe dabei den Zweck, den Druck auf die Handelspartner zu erhöhen.

Von Seiten anderer Experten hieß es, dass auf die vollmundigen Ankündigungen Trumps am "Liberation Day" Anfang April nun der Lackmustest folge und Trump wohl deutlich zu optimistisch gewesen sei, was eine rasche Änderung der globalen Handelsstrukturen betreffe.

Aus Branchensicht standen vor allem Aktien aus dem Bereich Alternative Energien im Anlegerinteresse. Trump treibt das von ihm angekündigte Ende von Steuervorteilen für Solar- und Windenergieprojekte voran und wies das Finanzministerium an, das Auslaufen von Steuergutschriften für die Branche umzusetzen. Das Innenministerium soll zudem Richtlinien abschaffen, diese Art von Energie anderen Quellen vorziehen.

Das in der vergangenen Woche vom Kongress verabschiedete Gesetz beendet Steuergutschriften für Alternative Energien nach 2026, wenn mit dem Bau der Projekte noch nicht begonnen wurde. Der Solarbranchenverband SEIA warnte, das Gesetz gefährde fast 300.000 US-Arbeitsplätze und 220 Milliarden Dollar an Investitionen. Die Aktien von First Solar , Enphase Energy , SolarEdge , und Sunrun büßten zwischen 3,4 und 10,5 Prozent ein.

Die Papiere von Ciena gaben um 1,0 Prozent nach. Die Investmentbank Morgan Stanley geht davon aus, dass die Profitabilität des Ausrüsters der Telekomindustrie in naher Zukunft nicht steigen wird und stufte die Titel von "Equal-weight" auf "Underweight" ab. Das Kursziel wurde von 73 auf 70 Dollar gesenkt. Datadog gaben nach einer Abstufung auf "Sell" durch Guggenheim um 3,8 Prozent nach.

Für die Anteilsscheine von UWM Holdings ging es um 3,8 Prozent aufwärts. Die britische Bank Barclays sieht die Aktie des Immobilienfinanzierers inzwischen als günstig genug für ein Investment an und stufte sie auf "Overweight" hoch./ck/he

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