ROUNDUP/Aktien New York Schluss

Leichtes Minus - Volatiler Ölpreis verunsichert 10.03.2026, 21:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 47.728,73 PKT +0,06 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an den US-Börsen sind am Dienstag in einem nervösen Handel wieder vorsichtiger geworden. Nach der Vortageserholung schlossen die wichtigsten Indizes leicht im Minus. Die Anleger verfolgten weiterhin die Nachrichten zum Iran-Krieg und reagierten verunsichert auf den stark schwankenden Ölpreis.

Für Verwirrung sorgte insbesondere US-Energieminister Chris Wright. Er hatte auf der Plattform X mitgeteilt, dass die US-Marine erfolgreich einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert habe. Allerdings wurde dieser Tweet kurz darauf gelöscht, etwas später dementierte das Weiße Haus die Meldung offiziell.

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,07 Prozent tiefer bei 47.706,51 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich um ein Prozent gestiegen war. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,21 Prozent auf 6.781,48 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es geringfügig auf 24.956,47 Punkte nach unten.

Am Montag noch hatte die Aussage von US-Präsident Donald Trump, wonach der Krieg im Nahen Osten "so gut wie beendet" sei, am Aktienmarkt für Kursgewinne gesorgt. Doch bereits am Dienstag war unter den Anlegern Skepsis spürbar, ob der Krieg tatsächlich bald endet.

Stratege Matt Gertken vom Analysehaus BCA Research etwa schrieb: Trump habe das Ziel ausgegeben, den Iran zu entwaffnen. Dazu müsse das Nuklear- und Raketenprogramm des Landes beendet werden, die Kriegsflotte an die Leine gelegt und die Unterstützung terroristischer Gruppen eingestellt werden. "Diese Ziele sind bislang kaum erreicht worden", lautet Gertkens Fazit.

Unter den Einzelwerten sorgte vor allem für Aufmerksamkeit, dass die Impfstoff-Pioniere und Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci das in der Corona-Pandemie weltweit bekannt gewordene Unternehmen verlassen und ein neues gründen werden. Die Eheleute scheiden spätestens Ende 2026 aus, dann enden ihre aktuellen Dienstverträge. Ihr neues Biotechnologie-Unternehmen soll sich demnach auf die Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis widmen.

Analyst Emmanuel Papadakis von Deutsche Bank Research sieht dies mit gemischten Gefühlen. Der Abschied sei nicht gerade ein Vertrauensbeweis, und es drohe zudem die Entstehung eines Konkurrenten. Sahin und Türeci könnten allerdings auch von einem gereiften Unternehmen mit seinen Vermarktungszwängen zu ihren Forschungswurzeln zurückkehren wollen.

Biontech meldete zudem für das Geschäftsjahr 2025 einen Milliardenverlust. Anleger nahmen in dieser Gemengelage erst einmal Reißaus: Die Aktien brachen um fast 18 Prozent ein.

An der Spitze des S&P 500 zogen die Papiere von Vertex Pharmaceuticals um gut acht Prozent an. Das Unternehmen hatte die Anleger mit positiven Studiendaten zu einem Mittel gegen eine seltene Nierenerkrankung erfreut. Die Anteilsscheine von Centene sackten mit einem Minus von 16 Prozent an das Index-Ende. Der Krankenversicherer hatte sich auf einer Branchenkonferenz zurückhaltend zu den Geschäftsaussichten geäußert.

Im Softwaresektor litten Aktien indes einmal mehr unter Sorgen vor Konkurrenz durch aktuelle Entwicklungen im KI-Bereich. So fielen im Dow Salesforce um zwei Prozent. Zudem richteten sich die Blicke auf Oracle , der Konzern legte nach Börsenschluss überraschend positive Quartalszahlen vor und erhöhte seinen Ausblick. Daraufhin sprangen die Papiere im nachbörslichen US-Handel an./la/mis

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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