ROUNDUP/Aktien New York

Weitere Verluste vor Inflationsdaten am Freitag 25.09.2025, 16:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 48.464,63 PKT -0,17 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Gewinnmitnahmen am US-Aktienmarkt haben sich am Donnerstag zunächst fortgesetzt. Die Experten der Commerzbank sprachen von einer Atempause nach der vorangegangenen Rekordrally. Investoren zeigten sich vorsichtig vor den PCE-Inflationsdaten, die am Freitag veröffentlicht werden und als wichtigstes Inflationsmaß der US-Notenbank Fed gelten.

Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn sank der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,40 Prozent auf 45.936,04 Punkte. Damit steuert er auf den dritten Verlusttag in Folge zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um weitere 0,83 Prozent auf 6.582,57 Punkte bergab. Auch der Nasdaq 100 blieb unter Druck: Er gab um 1,17 Prozent auf 24.218,05 Punkte nach. Den technologielastigen Auswahlindex belasteten Kursabschläge bei einigen Schwergewichten wie Tesla , Alphabet , Meta und Nvidia .

Fed-Chef Jerome Powell habe jüngst darauf hingewiesen, dass es derzeit "keinen risikofreien Weg" für die US-Geldpolitik gebe, erwähnten am Donnerstag die Experten der UBS. Die Fed müsse bei der Gestaltung ihrer Geldpolitik ein schwieriges Gleichgewicht zwischen Inflationsrisiken und einem schwächeren Arbeitsmarkt finden. Für Anleger sei dies aber kein Grund, um aufzugeben. In verschiedenen Anlageklassen bestünden weiterhin gute Chancen und dazu zählten auch Aktien - nicht zuletzt wegen der Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI).

Eine zunehmende Rolle im KI-Umfeld könnte Intel mit seiner Suche nach Partnerschaften spielen. Der US-Chipkonzern sucht offenbar weiter nach prominenter Unterstützung für seinen Umbau. Nach der jüngsten Zusage von Nvidia berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Vorabend kurz vor US-Börsenschluss, man werbe auch um Apple . Dies hatte den Intel-Kurs weiter angetrieben - am Donnerstag stiegen sie um weitere 4 Prozent.

Mit Lithium Americas knüpfte eine weitere Aktie an ihre noch ausgeprägtere Vortagsrally an. Nachdem sich der Aktienkurs des Lithium-Förderers zur Wochenmitte schon fast verdoppelt hatte, sprangen sie nun um weitere 14 Prozent hoch. In Verbindung steht all dies mit der Spekulation, dass die Trump-Regierung ein Interesse an einer Beteiligung haben soll.

Beim Elektroautobauer Tesla lasteten enttäuschende EU-Absatzzahlen für den August auf der Stimmung: Die Aktien verloren 3,5 Prozent, bewegen sich damit aber weiter in der jüngsten Konsolidierungsspanne auf dem höchsten Niveau seit Jahresbeginn.

Um weitere 4,3 Prozent bergab ging es bei Oracle - einer Aktie, in die zuletzt auch viel KI-Fantasie eingepreist worden war. Die Titel des Softwarekonzerns wurden vom Analysehaus Rothschild & Co mit einer Verkaufsempfehlung in die Bewertung aufgenommen. Zur Begründung hieß es, der Markt überschätze deutlich den Wert der Cloud-Einnahmen des Unternehmenssoftware-Spezialisten.

Der deutsche Sandalenhersteller Birkenstock hob angesichts einer starken Nachfrage seine Umsatzprognose an und kündigte den Erwerb einer neuen Produktionsstätte bei Dresden an, um die eigene Produktion zu steigern. Die vorbörslich noch freundlicheren Anteile, die an der New Yorker Börse notiert sind, verloren dennoch 3,8 Prozent.

Die Aktien des Gebrauchtwagenhändlers CarMax brachen um fast 24 Prozent ein, nachdem auf vergleichbarer Basis ein überraschender Umsatzrückgang für das vergangene Quartal vermeldet worden war. Dies wurde auf vorgezogene Käufe zurückgeführt: Die Kunden hätten es im Vorquartal eilig gehabt, der Einführung von Zöllen auf importierte Autos zu entgehen. Dieser Effekt habe sich nun umgedreht, hieß es./gl/men

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