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Allianz für kritische Rohstoffe - Kommen Mindestpreise? 12.01.2026, 20:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

WASHINGTON (dpa-AFX) - Deutschland, die USA und weitere Wirtschaftsmächte wollen sich gemeinsam einen besseren Zugang zu kritischen Rohstoffen sichern. Dafür könnte es zu Mindestpreisen, etwa für seltene Erden kommen.

Die Amerikaner hätten die Frage aufgeworfen, "ob wir Mindestpreise festlegen, ob wir uns auch zu einem Handelsclub quasi verabreden und ob wir dort dann auch den intensiven Austausch untereinander haben, strategische Verabredungen treffen", berichtete Vizekanzler Lars Klingbeil nach einem Finanzministertreffen in Washington. Zuvor hatte er sich bereits offen für eine Debatte über Preisvorgaben gezeigt.

Mindestpreise könnten Dumping aus China verhindern

Die Amerikaner hatten Finanzminister der G7-Staaten, aus Indien, Australien, Mexiko und Südkorea kurzfristig nach Washington eingeladen, um über den problematischen Zugang zu kritischen Rohstoffen zu sprechen. Als solche gelten 34 für die Wirtschaft besonders wichtige Stoffe wie Lithium, Kobalt, seltene Erden (Metalle), Kupfer und Aluminium. Sie sind wichtig für Schlüsseltechnologien, ihre Versorgung hängt aber oft von wenigen Ländern wie unter anderem China ab. Mindestpreise könnten, so die Idee, staatlich gestützte Dumpingpreise verhindern.

"Was ich allerdings nicht will, ist, dass wir uns mit Staaten zusammenschließen und Politik gegen Dritte machen", sagte Klingbeil. Ihm gehe es um Kooperation unter Partnern. Die Bundesregierung wolle sich nicht abkoppeln von China, sondern Lieferketten breiter aufstellen und Abhängigkeiten reduzieren. "Das ist wichtig, damit wir nicht verletzbar sind in unserer Volkswirtschaft." Deutschland dürfe nicht zum Spielball werden, wenn es um Zugang zu wichtigen Rohstoffen gehe.

Klingbeil: Tempo drängt

"Der Zugang zu Rohstoffen, der Umgang mit seltenen Erden, die Frage von stabilen Lieferketten ist eine der entscheidenden Fragen für unsere Volkswirtschaft", betonte der Finanzminister. "Und deswegen müssen wir da zu Lösungen kommen. Das Tempo drängt." Es sei richtig, dass die Amerikaner da jetzt Druck machten. Entscheidungen solle es eher in Monaten als in Jahren geben. Weitere Beratungen auch im Kreis der Außen- und Energieminister seien bereits vereinbart worden./tam/DP/nas

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