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Allianz startet überraschend stark ins Jahr - Aktie legt zu 13.05.2026, 11:43 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Allianz 372,60 EUR +0,87 % Tradegate

Geringere Versicherungsschäden und ein brummendes Fondsgeschäft haben dem Allianz-Konzern DE0008404005 einen überraschend starken Jahresstart beschert. Mit 4,5 Milliarden Euro lag der operative Gewinn im ersten Quartal nicht nur rund sieben Prozent höher als ein Jahr zuvor, sondern auch höher als von Analysten erwartet. Vorstandschef Oliver Bäte sieht den Versicherer damit auf Kurs, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro zu erzielen. An der Börse kamen die Neuigkeiten vom Mittwoch gut an.

Die Allianz-Aktie gewann am Vormittag zuletzt rund 1,4 Prozent auf 373,20 Euro und gehörte damit zu den stärksten Titeln im Dax DE0008469008. Allerdings wurde sie noch gut vier Prozent billiger gehandelt als zum Jahreswechsel, nachdem sie im Zuge des Iran-Kriegs ab Ende Februar zeitweise deutlicher an Wert verloren hatte.

Dabei fürchtet Allianz-Finanzchefin Claire-Marie Coste-Lepoutre mit Blick auf den Iran-Krieg gar keine direkten teuren Folgen für den Versicherer aus München. Betroffen seien möglicherweise Kunden der Industrieversicherung und der Kredit- und Kautionsversicherung Allianz Trade, erklärte sie in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Kriegsrisiken sind in den Verträgen in der Regel ausgeschlossen.

Deutlich stärker könnten die gesamtwirtschaftlichen Folgen des Kriegs die Allianz treffen, räumte sie ein. Die weitgehende Sperrung der Straße von Hormus gefährdet die Ölversorgung von großen Teilen der Welt und hat die Preise für Öl und Gas deutlich nach oben getrieben.

Im ersten Quartal lief es für die Allianz allerdings glänzend. Zwar ging das gesamte Geschäftsvolumen im Jahresvergleich um knapp zwei Prozent auf 53 Milliarden Euro zurück, doch dies lag vor allem an veränderten Währungskursen und einem veränderten Geschäftszuschnitt. Ohne diese Effekte wäre das Volumen um 3,5 Prozent gewachsen.

Der Überschuss des Konzerns schoss sogar um mehr als die Hälfte auf 3,7 Milliarden Euro nach oben, weil der Konzern Beteiligungen an indischen Gemeinschaftsunternehmen mit Gewinn verkauft hatte.

Im Tagesgeschäft warf vor allem die Schaden- und Unfallversicherung mehr ab. Ihr operativer Gewinn stieg um elf Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte die Sparte wegen der verheerenden Waldbrände in Los Angeles höhere Belastungen schultern müssen. Am teuersten schlug diesmal Sturm "Kristin" in Portugal und Spanien zu Buche - mit Schäden von etwa 160 Millionen Euro. Zudem löste die Sparte mehr Schadenrückstellungen auf als im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt gingen die Schäden durch Naturkatastrophen bei der Allianz von 398 Millionen auf 333 Millionen Euro zurück, und die Sparte konnte einen höheren Anteil des Umsatzes als Gewinn einstreichen: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 91,8 auf 91,0 Prozent.

In der Lebens- und Krankenversicherung schrumpfte der Barwert des Neugeschäfts hingegen um neun Prozent, und der operative Gewinn gab um fünf Prozent auf 1,35 Milliarden Euro nach. Bereinigt um Wechselkurse und den Verkauf der Beteiligungen in Indien stieg er hingegen um drei Prozent.

Unterdessen zog die Fondssparte so viel frisches Geld von Kunden an wie nie zuvor. Unter dem Strich schoben Anleger rund 45 Milliarden Euro in die Fonds der Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI), etwa 17 Milliarden mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Das für Dritte verwaltete Vermögen der Sparte wuchs in diesem Zuge auf 2,04 Billionen Euro, und der operative Gewinn legte um knapp sechs Prozent auf 857 Millionen Euro zu.

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