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AMS Osram schneidet besser ab als erwartet - KI-Kooperation 07.05.2026, 11:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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ams-OSRAM 24,83 USD -1,47 % Nasdaq OTC

Der Leuchten- und Sensorenhersteller AMS Osram AT0000A3EPA4 hat im ersten Quartal 2026 wie erwartet weniger umgesetzt. Der Ausblick für das laufende Jahr bleibt unverändert gedämpft. Dafür scheint aber ein positiver Free Cashflow in Reichweite. Insgesamt hatten Analysten Schlimmeres befürchtet. Das Unternehmen kündigte zudem eine Entwicklungspartnerschaft im Zusammenhang mit Technologien für KI-Rechenzentren an.

Die in der Schweiz notierten Aktien des Unternehmens legten am Donnerstag einen Kurssprung hin. Bis zum Mittag notierten die Papiere fast 30 Prozent höher. Damit setzen sie ihren guten Lauf in diesem Jahr fort. Der Kurs hat sich bislang mehr als verdoppelt. Analysten zeigen sich durch die Bank positiv überrascht vom besser als erwartet ausgefallenen Umsatz. Dabei habe sich insbesondere das Lampengeschäft stärker entwickelt. Ebenso lag der bereinigte operative Gewinn am oberen Ende der Guidance. Auch der Ausblick wird positiv aufgenommen. Der saisonale Aufschwung scheine etwas akzentuierter auszufallen als üblich, hieß es von der Zürcher Kantonalbank.

Den Namen des KI-Partners wollte AMS-Osram AT0000A18XM4-Chef Aldo Kamper am Donnerstag an einer Telefonkonferenz nicht nennen. Jedoch verspricht er sich recht viel von der Zusammenarbeit. So würden beide Unternehmen eng zusammenarbeiten, um neue, auf Digital-Photonics aufbauende, Technologien zur Datenübertragung zu entwickeln, sagte er. Ferner erwarte er, dass AMS Osram die Technologie mit dem Partner zusammen skalieren könne.

Ursprünglich hatte das Management einen wesentlichen Beitrag dieser Technologie erst für das Jahr 2030 in Aussicht gestellt. Jetzt könnte es aber schon deutlich schneller gehen, insbesondere da die Branche sich laut Kamper "sehr schnell entwickelt und dringend nach Lösungen sucht".

Das erste Quartal verlief unterdessen gedämpft. Von Januar bis März gingen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent 796 Millionen Euro zurück. Damit liege man im oberen Bereich der Prognosespanne, betonten die Österreicher am Mittwochabend in einer Mitteilung. Neben dem Verkauf von zwei Geschäftseinheiten hätten vor allem auch saisonale Effekte zum Rückgang geführt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank ebenfalls um 3 Prozent auf 131 Millionen Euro. Die entsprechende Marge lag mit 16,5 Prozent ganz leicht über dem Vorjahreswert. AMS Osram hatte einen Wert von "15 Prozent plus minus 1,5 Prozentpunkte" in Aussicht gestellt.

Man habe erste Einsparungen aus dem Effizienz- und Transformationsprogramm realisiert, hieß es dazu. Unter dem Strich resultierte ein bereinigter Nettoverlust von 72 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 23 Millionen im entsprechenden Quartals des Vorjahres. Auf IFRS-Basis kam sogar ein Verlust von 154 Millionen heraus.

Die Cash-Generierung fiel positiv aus: Der freie Mittelzufluss betrug laut AMS Osram im ersten Quartal 37 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren noch 28 Millionen abgeflossen. Inklusive Desinvestitionen stellt AMS Osram für das Geschäftsjahr 2026 einen Free Cashflow von mehr als 300 Millionen Euro in Aussicht. Verkäufe von Firmenteilen ausgerechnet werde dieser aber "deutlich negativ" ausfallen. Im Jahr 2027 erwarte aber man eine Rückkehr zu einem positiven Free Cashflow.

Für das laufende zweite Quartal stellt das Management einen Umsatz zwischen 725 und 825 Millionen Euro in Aussicht. In Sachen Profitabilität bleibt es bei jüngsten Aussagen: Die bereinigte Ebitda-Marge soll bei "15 Prozent plus minus 1,5 Prozentpunkte" liegen.

Die Erwartungen für das gesamte Jahr bleiben unverändert, hieß es. Demnach soll der Umsatz wegen der Desinvestitionen und eines schwächeren US-Dollars moderat zurückgehen. Das bereinigte Ebitda werde durch verschiedene Einmaleffekte wie die Desinvestitionen und höhere Edelmetallpreise belastet.

Keine Fortschritte konnte AMS Osram beim schon länger angestrebten Verkauf der Fabrik in Malaysia vermelden, die nach dem Scheitern eines großen Projekts leer steht. Hier liefen die Gespräche mit Interessenten weiter, es gebe aber noch keinen Durchbruch zu vermelden, so Konzernchef Kamper. Der Verkauf gilt als ein wichtiger Schritt für die weitere Entschuldung des Unternehmens.

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