Von einer Mine zu drei
Wie Goldgroup die Geschichte still und leise verändert hat
Anzeige
ROUNDUP

Autobauer Volvo verdient weniger als erwartet - Aktie fällt kräftig 17.07.2026, 12:04 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Geely Automobile Holdings 2,056 EUR -4,51 % Gettex
Volvo Car Registered (B) 1,769 EUR -7,49 % Lang & Schwarz

Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars SE0021628898 hat im zweiten Quartal wegen des Preiskampfs in China und steigender Rohstoffkosten noch schwächer abgeschnitten als befürchtet. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf 77,7 Milliarden schwedische Kronen (rund 7 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte. Damit fiel der Rückgang höher aus als von Analysten erwartet. Die Zahl der verkauften Autos sank um sechs Prozent auf 171.500 Stück. Zudem verfehlte Volvo mit einem operativen Ergebnis (Ebit) von 826 Millionen Kronen die Erwartungen der Experten. Die Aktie rutschte deutlich ab.

Das Papier fiel in Stockholm um bis zu fast 11 Prozent, zuletzt notierte es gut 7 Prozent im Minus. Im laufenden Jahr sackte der Kurs bereits um 36 Prozent ab. Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies sprach zwar von weitgehend wie erwartet ausgefallenen Resultaten. Die gesenkte Prognose für einen ausgeglichenen Zahlungsmittelfluss bringe aber erhöhte Umsetzungsrisiken für ein einzelnes Quartal mit sich. Die allgemeine Erwartung habe sich zuletzt auf einen Abfluss an Mitteln eingependelt, schrieb er.

Im Vorjahresquartal hatte Volvo operativ noch tief in der Verlustzone gesteckt. Dank Einsparungen vor allem bei den Kosten für Forschung und Entwicklung blieb im vergangenen Quartal trotz des Umsatzeinbruchs ein kleiner operativer Gewinn übrig. Volvo-Car-Chef Hakan Samuelsson rechnet aber im zweiten Halbjahr wegen des Wachstums in Europa und der Erholung in den USA mit besseren Verkaufszahlen. Zudem sollte sich der Zahlungsmittelzufluss zum Jahresende hin deutlich verbessern.

Volvo Cars gehört zum chinesischen Autokonzern Geely KYG3777B1032. Dieser hält fast 80 Prozent der Aktien. Der Kurs der Volvo-Car-Anteilsscheine sackte im bisherigen Jahresverlauf um über ein Drittel ab. Das Unternehmen ist nach dem Kursrutsch gerade mal noch umgerechnet knapp 5,3 Milliarden Euro wert.

Der Autobauer kämpft seit längerem mit schweren Problemen. Im Hochlauf der Elektromobilität mussten die Schweden während der Lieferengpässe in und nach der Corona-Pandemie hohe Preise für Batteriematerialien zahlen, danach fand der Konzern nicht mehr recht in die Spur zurück. Der glücklose Ex-Chef Jim Rowan musste Branchenveteran Samuelsson Platz machen, der zuvor schon einmal an der Volvo-Spitze gestanden hatte. Der Manager leitete ein großes Sparprogramm ein, das erst einmal viel Geld kostete.

Aktuell steckt die Branche und mit ihr Volvo aber erneut in einem Abschwung. "Die Marktlage ist ziemlich düster", sagte Samuelsson der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die von Anlegern mit dem starken Kursanstieg von Ende 2025 vorweggenommene Erholung des Unternehmens lässt mehr und mehr auf sich warten. Vor allem das einst gedeihende Geschäft in China will nicht wieder auf die Füße kommen und belastet mit dem dortigen Preiskampf die Margen.

Volvo sprach von einem sehr herausfordernden Umfeld und kassierte das Ziel, dieses Jahr bei den Verkäufen zu wachsen. Auch aus dem zuvor angepeilten Zufluss an freien Finanzmitteln dürfte nichts mehr werden, ein starkes zweites Halbjahr dürfte gerade so für eine ausgeglichene Bilanz sorgen.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 3,94
Hebel: 4,94
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MR2C2X. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer