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Trump sucht im Iran-Krieg neuen Ansatz mit Partnern 30.04.2026, 21:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Inmitten festgefahrener Gespräche zwischen Washington und Teheran versucht die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Kreisen zufolge einen neuen Ansatz. Ein neues Koordinierungsgremium solle die "Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und unseren Verbündeten in der Straße von Hormus erleichtern", teilte ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit.

Aus dem US-Außenministerium verlautete, dass Maßnahmen ergriffen werden sollen, "um eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten". Dazu gehörten etwa "die Bereitstellung von Echtzeitinformationen, Sicherheitshinweise und Koordinierungsmaßnahmen".

Konkret soll das "Maritime Freedom Construct" nach Informationen aus dem Weißen Haus den Informationsaustausch unter den noch nicht genannten Alliierten ermöglichen und "diplomatische sowie wirtschaftliche Maßnahmen abstimmen", um den Iran im Falle einer weiteren Blockade der Meerenge zu sanktionieren. Welche Länder genau teilnehmen sollen und ob etwa Deutschland angefragt wurde, war zunächst unklar. Das US-Militär solle unterdessen die Seeblockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, aufrechterhalten.

"WSJ": Diplomatische oder militärische Rolle der Partner?

Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf ein internes Memo, das an die US-Botschaften im Ausland verschickt worden sei, dass das "Maritime Freedom Construct" zwar keine militärische Koalition sei. Dennoch sollten die US-Diplomaten ihre jeweiligen Ansprechpartner fragen, ob sie in der neuen Allianz ein "diplomatischer und/oder militärischer Partner" sein möchten. Nach "WSJ"-Angaben soll das Bündnis eine Initiative des US-Außenministeriums und des zuständigen US-Regionalkommandos (Centcom) sein.

In den vergangenen Wochen waren die Gespräche zwischen Washington und Teheran ins Stocken geraten. Nur wenige Informationen über Verhandlungen und Vermittlungsversuche waren zuletzt an die Öffentlichkeit gelangt. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte. Die Pattsituation der Kriegsparteien in der Straße von Hormus belastet derweil die Weltwirtschaft: Der Iran blockiert die Meerenge weitestgehend, die USA reagierten darauf mit einer eigenen Blockade. Rohstoffe gelangen kaum auf den Weltmarkt.

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