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Berliner CDU: Finanzsenator soll Spitzenkandidat werden 10.07.2026, 19:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Gut zwei Monate vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus tauscht die Berliner CDU ihren Spitzenkandidaten aus. Nach dem Rückzug von Kai Wegner soll Finanzsenator Stefan Evers übernehmen. Darauf haben sich die CDU-Kreisvorsitzenden der Hauptstadt geeinigt, wie Fraktionschef Dirk Stettner am Rande eines Treffens am Abend sagte. Endgültig darüber entscheiden muss der CDU-Landesvorstand. Evers soll nach Willen der Kreisvorsitzenden kommissarisch auch CDU-Landeschef werden.

Am Nachmittag hatte Berlins Regierender Bürgermeister Wegner (CDU) auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz seinen Rückzug von der Spitzenkandidatur für die Wahl am 20. September angekündigt. Der 53-Jährige zieht damit die Konsequenzen aus einer monatelangen Debatte um falsche Angaben zu seinem Krisenmanagement während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten Anfang Januar.

Zunehmende Belastung für den Wahlkampf

Wegner verschwieg zunächst, dass er am ersten Tag der Krise mittags eine Stunde Tennis gespielt hatte. In der Zeit danach kamen immer wieder Ungereimtheiten zu seinem Tagesablauf am 3. Januar ans Licht.

Den Wahlkampf der CDU hatte das zunehmend belastet. Große Unruhe in der Partei und zuletzt Rückzugsforderungen aus den eigenen Reihen waren die Folge. Als Regierender Bürgermeister will Wegner bis zur Wahl am 20. September und der Bildung eines neuen Senats danach im Amt bleiben.

Als Spitzenkandidat soll nun Evers übernehmen. Der 46-Jährige ist seit 2023 Finanzsenator und hatte zuletzt nach dem Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) im Frühjahr auch die Leitung des Kulturressorts übernommen. Die Menschen in Berlin wählen am 20. September ein neues Landesparlament.

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