ROUNDUP

Bund plant mehr Geld für Neu- und Ausbau der Schiene 04.07.2026, 18:13 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Bund will im kommenden Jahr mehr Geld in den Neu- und Ausbau des Schienennetzes stecken. Die Investitionen aus dem Einzelplan des Verkehrsministeriums sollen von rund 1,8 Milliarden auf 2,2 Milliarden Euro steigen. Das geht aus dem Kabinettsentwurf des Finanzministeriums für den Bundeshaushalt 2027 hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Bundeskabinett will den Entwurf am Montag beschließen.

Dazu kommen Mittel aus dem Einzelplan des Verteidigungsministeriums. Dort sollen laut Allianz pro Schiene die Mittel für Neu- und Ausbau von rund 0,55 Milliarden auf rund 0,68 Milliarden Euro steigen. Bestimmte Schienenwege werden als militärisch notwendig eingestuft. Zugleich sollten aber die Haushaltsmittel für das Bestandsnetz auf rund 15 Milliarden Euro sinken, kritisierte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. Gekürzt werden solle auch bei Mitteln für die Digitalisierung der Schiene. Flege sagte, der Haushaltsentwurf werfe Fragezeichen zur bahnpolitischen Strategie von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) auf.

Verkehrsministerium drängte auf mehr Geld

Das Bundesverkehrsministerium hatte in den Haushaltsverhandlungen auf mehr Geld für Neu- und Ausbauprojekte bei der Bahn gepocht. In den kommenden Jahren fließen zwar viele Milliarden aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen für Infrastruktur in die Schiene. Dabei liegt der Fokus aber auf der Sanierung bestehender Bahnstrecken.

Ein Sprecher von Schnieder hatte gesagt, das Ministerium habe großes Interesse daran, dass neben der dringenden Sanierung und Modernisierung des Bestandsnetzes auch der Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur in Deutschland deutlich vorankomme, um die Zuverlässigkeit des Netzes zu verbessern. Bei der Bahn sind viele Züge unpünktlich.

Der Verkehrsclub VCD hatte kritisiert, Bahnprojekte würden reihenweise gestoppt. "Diese Koalition hat so viel Geld wie keine vor ihr für die Sanierung der Infrastruktur - und doch stellt sie viel zu wenig für Aus- und Neubau der Schiene bereit", sagte die VCD-Vorsitzende Christiane Rohleder.

Kritik an Kürzungen bei Trassenpreisförderung

Der Verband der privaten Güterbahnen begrüßte die geplante Erhöhung der Mittel für den Neu- und Ausbau des Schienennetzes. "Die Schiene bleibt durch bloße Sanierungen nicht wettbewerbsfähig - sie muss auch wachsen", sagte Geschäftsführerin Neele Wesseln. Kritik äußerte sie aber an der geplanten Kürzung der Trassenpreisförderung im Schienengüterverkehr. Diese solle von 345 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 200 Millionen Euro im Jahr 2027 gekürzt werden.

Dies sende ein falsches Signal, sagte Wesseln. "Werden die Fördermittel jetzt gekürzt, verteuert die Bundesregierung den Schienengüterverkehr - und sorgt für weitere Rückverlagerung vom Güterzug auf den Lkw."

Die Trassenpreise sind eine Art Schienenmaut. Das Verkehrsministerium plant eine grundlegende Reform der Trassenpreise.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer