ROUNDUP

Bundesbank sucht neue Zentrale in Frankfurt 11.03.2026, 13:17 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Bundesbank wird nach der Sanierung ihrer Zentrale nicht wieder in das markante Betongebäude im Norden Frankfurts einziehen. "Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat klar ergeben, dass der Kauf einer Immobilie deutlich kostengünstiger ist als eine Unterbringung der Bundesbank-Zentrale am bisherigen Standort in der Wilhelm-Epstein-Straße", teilte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel mit.

Daher suche die Bundesbank nun nach einer geeigneten Immobilie in Frankfurt - möglichst innerhalb der nächsten 18 Monate bis zum Auslaufen des Mietvertrags in ihrem derzeitigen Ausweichquartier in der Innenstadt.

Zugleich habe die Stadt Frankfurt signalisiert, dass sie Teile des bisherigen Bundesbank-Standorts erwerben möchte. "Dies wäre aufgrund der besonderen Gegebenheiten der Liegenschaft rechtlich zulässig", erklärte die Bundesbank. Auf dem Gelände lagert in Tresoren mehr als die Hälfte der von der Notenbank für den deutschen Staat verwalteten Goldreserven. Daran soll sich vorerst nichts ändern.

Bundesbank hatte Pläne bereits deutlich zusammengestrichen

Das "Projekt Campus" zur Umgestaltung des Bundesbank-Areals begann vor fast zehn Jahren. Vorgesehen waren mehrere Neubauten: Kindertagesstätte, Sportzentrum, Gastronomiepavillon. Kosten nach einer Schätzung des Bundesrechnungshofes aus dem April 2024: rund 4,6 Milliarden Euro.

Nach Nagels Amtsantritt Anfang 2022 wurden die Pläne zusammengestrichen - auch wegen der Ausweitung von Homeoffice. Im August 2025 bekräftigte die Bundesbank: "Das ursprüngliche Projekt Campus ist passé." Statt mit 5.000 Büroarbeitsplätzen plant die Bundesbank nun mit gut 3.300 Arbeitsplätzen für die Beschäftigten ihrer Zentrale.

Auch eine abgespeckte Version des alten Standorts hätte sich der Bundesbank zufolge nicht gerechnet: "Die gesamten Investitionskosten am Standort Wilhelm-Epstein-Straße hätten rund 1,6 Milliarden Euro betragen. Darin wären nicht nur die Sanierung des ehemaligen Hauptgebäudes, sondern alle nötigen Anpassungen der Liegenschaft für die Unterbringung der Zentrale enthalten gewesen." Bisher flossen nach Angaben der Bundesbank 168 Millionen Euro in Architekturwettbewerb, Schadstoffsanierung und Umbau.

"Symbol der Stabilitätskultur"

Die inzwischen weitgehend abgeschlossene Sanierung des von 1967 bis 1972 errichteten bisherigen Bundesbank-Hauptgebäudes, bisweilen als "nationales Symbol der Stabilitätskultur" geadelt, hatte Anfang 2022 begonnen. Der Betonbau, Stilrichtung "Brutalismus", war bis dato im Kern unverändert.

Für Mehraufwand und höhere Kosten sorgte, dass das 220 Meter lange, 17 Meter breite und 60 Meter hohe Gebäude im Mai 2022 auf Initiative des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen überraschend unter Denkmalschutz gestellt wurde. Daraus folgte etwa die Vorgabe, in den obersten beiden der 13 Stockwerke Wandbekleidungen und Türen im Originalzustand zu erhalten./ben/DP/stw

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer