Anzeige
++++++ Was, wenn die alten Minen erst der Anfang waren?: Rio Grandes hochgradige Gold-Silber-Spur wird immer größer ++++++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
ROUNDUP

Chinas Wirschaft weiter ohne Dynamik - Konsum und Investitionen bremsen 15.09.2026, 10:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

In China ringt die Wirtschaft laut aktueller Konjunkturdaten weiter mit einem schwachen Einzelhandel und einer Investitionszurückhaltung. Etwas besser als erwartet lief es dagegen in der Industrie. Die Produktion erholte sich im August etwas von dem Rückschlag im Vormonat. Da die Inlandsnachfrage aber weiter verhalten ist, bleibt der Druck auf die Regierung hoch. Um das Wachstumsziel zu erreichen, könnten weitere Stützmaßnahmen notwendig sein.

Der Einzelhandelsumsatz zog im August im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich um 0,4 Prozent an, wie das chinesische Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Damit verlangsamte sich der Anstieg überraschend. Im Juli war der Umsatz im Einzelhandel noch um 0,6 Prozent gestiegen. Von Bloomberg befragte Experten hatten damit gerechnet, dass der Einzelhandelsumsatz im August um 0,8 Prozent anzieht. Vor allem der schwache Autohandel bremste.

Besser als erwartet fiel dagegen die Industrieproduktion aus. Diese wuchs im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat um 4,5 Prozent gestiegen war. Experten hatten mit einer Erholung gerechnet, aber nicht in dieser Größenordnung.

Weiter rückläufig sind allerdings die Investitionen in Sachanlagen. Diese gingen bis Ende August um 7,2 Prozent zurück, nachdem sie bis Ende Juli um 6,7 Prozent gesunken waren. Besonders schwer wiegt die Immobilienkrise: Die Investitionen in Immobilienprojekte brachen in den ersten acht Monaten um nahezu ein Fünftel ein.

Im zweiten Quartal war Chinas Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 4,3 Prozent gewachsen. Für das Gesamtjahr strebt Peking ein Plus zwischen 4,5 und 5,0 Prozent an. Da dieses Ziel in Gefahr ist, steigt die Wahrscheinlichkeit für weitere Konjunkturmaßnahmen der Regierung.

Während die Nachfrage im Inland schwach bleibt, legt das Exportgeschäft kräftig zu. Bereits vergangene Woche hatte die chinesische Zollbehörde für August auf Dollarbasis einen Anstieg der Warenexporte um 25 Prozent zum Vorjahresmonat gemeldet.

Der hohe Handelsüberschuss sorgt allerdings für Spannungen mit wichtigen Handelspartnern wie den USA und der EU. Die schwache Nachfrage erschwert deutschen Firmen den Absatz in China. Zugleich wächst auf den internationalen Märkten die Konkurrenz durch chinesische Hersteller.

"Chinas zunehmende wirtschaftliche Ungleichgewichte setzen die chinesischen Entscheidungsträger unter Druck", kommentierte Henry Hao, Volkswirt bei der Commerzbank. "Da Konsum, Investitionen, Kreditvergabe und der Immobiliensektor allesamt hinter den Erwartungen zurückbleiben, werden die Argumente für zusätzliche staatliche Maßnahmen immer stärker."

China ist für viele deutsche Unternehmen ein wichtiger Absatzmarkt. Autohersteller brauchen dort kaufbereite Kunden, Maschinenbauer profitieren von Investitionen in Fabriken und Anlagen. Gleichzeitig bauen chinesische Hersteller ihr Auslandsgeschäft aus und konkurrieren dabei auch mit der deutschen Industrie.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer