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Chipkonzern Elmos erwartet stärkeres Wachstum - Kurssprung 24.02.2026, 10:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Elmos Semiconductor 169,10 EUR +0,36 % Lang & Schwarz

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Chipkonzern Elmos Semiconductor will im laufenden Jahr stärker wachsen. 2025 hatte ein verhaltener Automarkt sowie der starke Euro die Geschäfte gebremst. Inzwischen sieht der Chipentwickler jedoch wieder Entspannung beim Bestellverhalten der Kunden. So hätten diese ihre Lagerbestände inzwischen auf sehr niedrige Niveaus heruntergefahren, teilte das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen mit. An der Börse kam das gut an.

So sollen die Erlöse 2026 um elf Prozent (plus/minus drei Prozentpunkte) steigen. Die Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll sich auf 24 Prozent (plus/minus 2 Prozentpunkte) erhöhen. Auch der bereinigte freie Mittelzufluss soll sich verbessern: auf mehr als 17 Prozent des Umsatzes.

Der im Kleinwerteindex SDax notierten Aktie gaben die Nachrichten einen deutlichen Schub auf ein Rekordhoch. Der Kurs kletterte im frühen Handel zwischenzeitlich um mehr als 11 Prozent, bevor sich das Plus leicht auf rund acht Prozent abschwächte. Damit setzte das Papier seine gute Entwicklung der vergangenen Monate fort. Im noch jungen Jahr kommt Elmos bereits auf ein Plus von mehr als 40 Prozent. Ein Händler wertete sowohl die Resultate als auch den Ausblick als solide, im Ergebnis etwas besser als gedacht und damit als positiven Katalysator.

Warburg-Research-Analyst Malte Schaumann notierte in einer ersten Reaktion, dass das angehobene Ziel für den Barmittelzufluss 2030 den positiven Anlagehintergrund untermauere. Schaumann spricht weiter eine Kaufempfehlung für die Aktie aus. Das ebenfalls bestätigte Kursziel von 145 Euro räumt ihr vom aktuellen Bewertungsniveau aus noch etwas Luft nach oben ein. Derzeit notiert sie bei gut 137 Euro.

Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz nur leicht um 0,3 Prozent auf 582,6 Millionen Euro, erreichte damit aber ein weiteres Rekordniveau. Dabei bremsten der starke Euro sowie verhaltene Abrufe von Kunden, insbesondere im ersten Halbjahr. Im Jahresverlauf seien zunehmend reale Bestellmengen zurückgekehrt, hieß es von Elmos.

Elmos ist auf den Automobilmarkt spezialisiert und macht dort 94 Prozent des Umsatzes, die Kunden kommen dabei zu knapp zwei Dritteln aus Asien. Knapp 30 Prozent der Erlöse erwirtschaftet das Unternehmen in Europa. China war daher auch im vergangenen Jahr der Wachstumstreiber, wie das Unternehmen berichtete.

Das operative Ergebnis (Ebit) sank 2025 um 12,8 Prozent auf gut 127 Millionen Euro, die entsprechende Marge von 25,1 auf 21,8 Prozent. Die Vorjahreszahlen wurden dabei um den Verkauf einer Waferfabrik und die Aufwendungen für Kostensenkungsprogramme bereinigt. Dabei belasteten auch höhere Rohstoffkosten, wie etwa der gestiegene Goldpreis. Die Zahlen lagen insgesamt im Rahmen der Unternehmenserwartungen.

Dagegen stieg der Mittelzufluss stark an: Erreicht wurde dies durch eine deutlich niedrigere Steuerbelastung, wie Elmos erläuterte. Das Konzernergebnis sank um lediglich 0,7 Prozent auf rund 101 Millionen Euro. Wie bereits bekannt, will Elmos wegen der starken Mittelgenerierung die Dividende um 50 Prozent auf 1,50 Euro anheben. Zudem hat das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm über zehn Millionen Euro gestartet.

Elmos habe 2025 seine "Resilienz und operative Stärke wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt und sich erneut deutlich besser entwickelt als die direkten Wettbewerber", kommentierte Konzernchef Arne Schneider.

Der Chipentwickler, der an diesem Tag auch seinen Kapitalmarkttag abhält, bekräftigte zudem seine Umsatz- und Ergebnisziele für 2030. So soll bis dahin der Umsatz auf rund eine Milliarde Euro steigen bei einer operativen Marge (Ebit) von rund 25 Prozent.

Für den bereinigten freien Mittelzufluss zeigte Elmos sich jedoch zuversichtlicher als bisher. Hier sollen wie 2026 rund 17 Prozent des Umsatzes erreicht werden. Bislang hatte das Management eine "sukzessive" Verbesserung in Aussicht gestellt. Gestützt werden soll dies auch durch eine niedrigere als bislang veranschlagte Investitionsquote./nas/men/mis

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