Über 20. Mio. Aktien gehandelt
282 Meter Gold im ersten Loch – Neue Bohrdaten stärken das Quinchía-System
Anzeige
ROUNDUP/Deutschland

ZEW-Konjunkturerwartungen fallen auf Tief seit 2022 21.04.2026, 12:10 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Iran-Krieg hat die ZEW-Konjunkturerwartungen stärker eingetrübt als befürchtet. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW für den Monat April fiel gegenüber dem Vormonat um 16,7 Punkte auf minus 17,2 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag in Mannheim mitteilte. Es ist der niedrigste Stand seit 2022. Volkswirte hatten im Schnitt einen viel moderateren Rückgang auf minus 5,8 Punkte erwartet. Der Rückgang der Konjunkturerwartungen im April folgte auf einen Einbruch um 58,8 Punkte im März.

"Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Konjunktur gehen weit über den Anstieg der Preise hinaus: Die Sorge vor einer längerfristigen Verknappung des Energieangebots hemmt Investitionen und schwächt die Wirkung staatlicher Impulse", schrieb ZEW-Präsident Achim Wambach.

Die Erwartungen mit Blick auf die Industriebranchen stehen dem Institut zufolge weiter unter dem Eindruck des Iran-Krieges. So verschlechtern sich die Aussichten für die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Stahl- und Metallproduktion stark. Die Erwartungen für die Baubranche rutschten ins Negative, während sie für die Automobilbranche auf sehr niedrigem Niveau weitgehend stabil geblieben seien.

"Damit zeigt sich einmal mehr, dass der seit mehr als sieben Wochen währende Nahost-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus Spuren hinterlassen", kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Verunsicherung sei trotz Friedensbemühungen groß. Zudem wiesen die Energiepreise ungeachtet der bereits erfolgten Rückgänge noch ein hohes Niveau auf, wodurch dem Experten zufolge Inflations- und Konjunktursorgen aufkommen.

Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank blickte indes recht zuversichtlich in die Zukunft: "Das Infrastruktur- und Rüstungsprogramm der deutschen Bundesregierung wird weiter seine positive Wirkung auf die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten entfalten." Gerade deshalb rechne er nicht damit, dass der Wachstumseinbruch so stark ausfallen wird, wie es die ZEW-Konjunkturerwartungen derzeit nahelegten.

Derweil hat sich die immer noch sehr schwache Bewertung der aktuellen Lage verschlechtert. Der entsprechende Indikator fiel um 10,8 Punkte auf minus 73,7 Punkte. Ökonomen hatten auch hier einen weniger deutlichen Rückgang erwartet.

In der Eurozone insgesamt zeigte sich bei den Erwartungen ein ähnliches Bild wie in Deutschland. Die Erwartungskomponente fiel um 11,9 Punkte auf minus 20,4 Punkte. Auch die Bewertung der aktuellen Lage trübte sich ein. Diese sank um 13,1 auf minus 43 Punkte.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer