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Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nach Kabel-Brandanschlag 05.01.2026, 15:48 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BERLIN (dpa-AFX) - Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen zu dem Brandanschlag, der im Berliner Südwesten zu einem großen Stromausfall geführt hat. Das teilte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Er begründete dies mit der "besonderen Bedeutung des Einzelfalls". Weitere Angaben zu den Ermittlungen machte der Sprecher zunächst nicht.

Der Brandanschlag geht nach Einschätzung der Behörden auf das Konto von linksextremistischen Tätern. Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben mutmaßlicher Linksextremisten ist laut Innensenatorin Iris Spranger authentisch.

Spranger: Linksterrorismus

In einer Pressekonferenz sprach die SPD-Politikerin - wie zuvor auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) - von "Linksterrorismus". Täter hätten bewusst und wissentlich in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kämen, betonte die SPD-Politikerin. "Jetzt ist es wichtig, dass auch der Generalbundesanwalt hier die Übernahme des Verfahrens prüft", so Spranger.

Das lange Schreiben der mutmaßlichen Täter "Vulkangruppe" trägt die Überschrift "Den Herrschenden den Saft abdrehen". "In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört", hieß es dort. Das Gaskraftwerk in Lichterfelde sei "erfolgreich sabotiert" worden. "Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft", hieß es in dem Schreiben.

Einsatz von Hunden

Die Berliner Polizei steht nach eigenen Angaben im Austausch mit dem Bundeskriminalamt. Beim für politische Straftaten zuständigen Staatsschutz der Polizei bearbeitet eine eigene Ermittlungsgruppe den Fall, wie Polizeivizepräsident Marco Langner bei einer Pressekonferenz sagte.

Es habe sehr umfangreiche Tatortarbeiten gegeben, erste Zeugen würden vernommen. Die Polizei setze sogenannte Mantrailer-Hunde, die darauf trainiert sind, den Geruch einer Person etwa über ein Kleidungsstück aufzunehmen und der Duftspur zu folgen. Auch Videoaufzeichnungen der Berliner Verkehrsbetriebe sollten ausgewertet werden, so Langner.

Spurensuche auf der Autobahn

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hatte auch im Fall des rund 60-stündigen Stromausfalls in Berlin-Köpenick Mitte September 2025, von dem rund 50.000 Stromkunden betroffen waren, die Ermittlungen übernommen.

Im Kontext der Untersuchungen kam es im vergangenen Oktober zu einem großen Polizeieinsatz mit Vollsperrung auf den Autobahnen 100 und 113. Aus Ermittlerkreisen hieß es, Spuren und Beweise zu dem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag sollten gesichert werden. Die Generalstaatsanwaltschaft macht dazu bis heute keine Angaben. "Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an", sagte der Sprecher lediglich./mvk/DP/jha

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