ROUNDUP

Litauen will Atomwaffen-Verbot kippen - Merz respektiert das 03.07.2026, 16:53 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die geplante Aufhebung des Verbots einer Stationierung von Atomwaffen in Litauen "mit Respekt zur Kenntnis" genommen. "Das ist zunächst einmal eine Entscheidung der Politik in Litauen. Es zeigt aber auch zugleich, wie in diesem Land die Bedrohung aus Russland ernst genommen wird und wie das Land bereit ist, sich auch in dieser Hinsicht zu verteidigen", sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der baltischen Länder in Berlin.

"Und insofern habe ich das hier nicht nur nicht zu kritisieren, sondern mit Respekt zur Kenntnis zu nehmen, dass Litauen auch in dieser Hinsicht bereit ist, das Land und damit auch das Nato-Territorium zu verteidigen", betonte Merz.

Bisher keine unmittelbaren Pläne zu Stationierung

Litauens Präsident Gitanas Nauseda strebt eine Verfassungsänderung zur Aufhebung des Stationierungsverbots für Atomwaffen auf litauischem Boden an und hat in dieser Woche eine entsprechende Initiative gestartet. "Es geht hier um das Ziel meines Landes, alle Möglichkeiten der nuklearen Abschreckung zu nutzen", sagte Nauseda in Berlin. "Und wir (...) möchten ein integraler Bestandteil dieser nuklearen Abschreckung sein." Dafür wolle er alle rechtlichen Hürden aus dem Weg räumen.

Konkrete Pläne zur Stationierung von Atomwaffen in Litauen gibt es bisher aber nicht. Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus, dessen Territorium als Aufmarschgebiet für russische Streitkräfte gilt. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor vier Jahren von Russland fühlt sich das Land in besonderem Maße bedroht.

Bisher keine Atomwaffen in Grenznähe zu Russland

Im Rahmen der nuklearen Abschreckung der Nato sind nach inoffiziellen Angaben derzeit in fünf Mitgliedstaaten US-Atomwaffen stationiert: Deutschland, Belgien, Niederlande, Italien und Türkei. Außerdem besitzen Großbritannien und Frankreich eigene Atomwaffen. Anders als Litauen grenzt keines dieser insgesamt sieben Länder an Russland.

Auch Polen hat Interesse signalisiert, sich an der nuklearen Abschreckung der Nato zu beteiligen und ist in Gesprächen darüber mit den USA. Polen grenzt wie Litauen an das Kaliningrader Gebiet Russlands.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer