ROUNDUP

Mogelpackung? Gericht entscheidet über neue Milka-Tafel 13.05.2026, 08:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Mondelez International Registered (A) 52,91 EUR +0,95 % Gettex

Weniger Schokolade zum höheren Preis: In Bremen will das Landgericht heute entscheiden, ob die neuen Milka-Tafeln die Kunden beim Kauf täuschen. Denn: Viele wiegen inzwischen nur noch 90 statt 100 Gramm, an der Verpackung hat sich jedoch kaum was geändert. Das hatte die Verbraucherzentrale Hamburg moniert und war gegen den Milka-Hersteller vor Gericht gezogen.

Bei der mündlichen Verhandlung vor drei Wochen hatte das Gericht in seiner ersten Einschätzung schon durchblicken lassen, dass Kunden durch die neue Packung getäuscht werden könnten. "Das ist eine relative Mogelpackung", sagte der Vorsitzende Richter bereits zu Verhandlungsbeginn. "Der Verbraucher erkennt keinen Unterschied." Heute will er nun seine Entscheidung verkünden.

Weniger Inhalt, höherer Preis

Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert, dass Kunden in die Irre geführt werden. Sie klagt wegen unlauteren Wettbewerbs. Da die neue Tafel nur einen Millimeter dünner und das Design der Verpackung fast identisch sei, falle das geringere Gewicht nicht auf. Zugleich habe sich der Preis der Tafel erhöht - von 1,49 auf 1,99 Euro. Der Grundpreis sei damit um 48 Prozent gestiegen.

Der Hersteller Mondelez mit Sitz in Bremen wehrt sich dagegen: Die neue Grammangabe stehe auf der Vorder- und Rückseite der Schokoladentafel. Das Unternehmen sprach von einer klaren Gewichtskennzeichnung, die sicherstelle, dass sich die Verbraucher vor dem Kauf am Regal informieren könnten.

Kunden beschweren sich

Nach Angaben des Gerichts hatten sich viele Menschen an die Verbraucherzentrale gewandt und sich über die neue Milka-Tafel beschwert. Ihnen fehlten demnach klare Hinweise, dass die Schokolade jetzt dünner ist. Form, Größe und die lilafarbene Verpackung seien charakteristisch. Daran habe sich mit der neuen Füllmenge kaum was geändert.

Laut Verbraucherzentrale ist das kein Einzelfall. Das Phänomen - weniger Inhalt zum gleichen oder sogar höheren Preis - wird auch als "Shrinkflation" bezeichnet. "Shrink" ist Englisch für "schrumpfen". Häufig betroffen seien Markenprodukte, vor allem Süßwaren. Die Verbraucherzentrale Hamburg führt eine Liste mit mehr als 1.000 Mogelpackungen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,30
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 0,75
Hebel: 7
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW62GN GU9JM7. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer