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Neue Trump-Sprecherin beendet Auftritt nach wenigen Minuten 13.10.2026, 20:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, hat ihre erste Pressekonferenz bereits nach wenigen Minuten beendet. Anders als üblich ließ Zacharia nach einer minutenlangen Erklärung nur drei Fragesteller zu, ehe sie die Runde mit Verweis auf die Reise von US-Präsident Donald Trump nach Alaska abbrach. Ihr gesamter Auftritt dauerte weniger als eine Viertelstunde.

Zacharia machte deutlich, sie wolle wie ihre Vorgängerin Karoline Leavitt "neue Medien" abseits der großen Marken ins Weiße Haus holen. In der Praxis bedeutete das zuletzt vor allem, rechte Medien einzuladen und solche, die regierungsfreundliche Fragen stellen. Als Zacharia die Fragerunde öffnete, nahm sie als Erstes das rechte Onlinemedium "Breitbart" dran.

Zacharia wirkt nervös und verhaspelt sich

Unter ihrer Vorgängerin Leavitt war es üblich, dass dutzende Journalisten Fragen stellen konnten, oft dauerten die Pressekonferenzen weit über eine Stunde. Nach der Verbannung mehrerer Medienhäuser aus dem Weißen Haus warfen Verbände und Redaktionen der Trump-Regierung zuletzt immer wieder Einschnitte in die Pressefreiheit vor.

Zacharia wirkte bei ihrem ersten Auftritt als Sprecherin stellenweise nervös, ihre Eingangserklärung las sie weitgehend ab. Immer wieder verhaspelte sie sich und sprach - auf ihre Familie angesprochen - an einer Stelle von "meinem Präsidenten" statt von "meinem Ehemann". "Das ist ein Guter", scherzte sie danach über den Versprecher.

Trump hatte Zacharia vor wenigen Tagen offiziell zur neuen Sprecherin des Weißen Hauses ernannt. Die frühere Fernsehkommentatorin tritt damit die Nachfolge von Karoline Leavitt an, die ihr Amt Ende August aufgegeben hatte.

Nähe zu Verschwörungstheorien

Zacharia gilt als erzkonservativ und loyal gegenüber Trump. Sie ließ in der Vergangenheit immer wieder eine Nähe zu Verschwörungstheorien erkennen. So verbreitete sie im September 2022 die Falschbehauptung, der frühere Wahlkampfleiter Hillary Clintons, John Podesta, sei pädophil. Unter dem Schlagwort "Pizzagate" war im Präsidentschaftswahlkampf 2016 kolportiert worden, Clinton und Podesta betrieben aus einer Pizzeria heraus einen Ring für Kinderpornografie.

Wie mehrere US-Medien unter Verweis auf gelöschte Posts von Zacharia berichteten, teilte sie zudem eine Verschwörungserzählung rund um die frühere First Lady Michelle Obama und die amerikanische Komikerin Joan Rivers. "Erinnert ihr euch noch daran, als Joan Rivers behauptete, Obama sei schwul und Michelle hätte einen Penis, und dann plötzlich starb?", lautete der Post, den Zacharia demnach teilte. Dass Michelle Obama ein Mann sei, ist eine in rechten Kreisen der USA weit verbreitete Falschbehauptung.

Ein nicht namentlich genannter Regierungsbeamter sagte dem Sender MS NOW, Zacharia habe einen schlechten Start hingelegt. "Sie muss sich schnell deutlich verbessern, sonst bricht sie Scaramuccis Rekord." In Trumps erster Amtszeit war der Ex-Wallstreet-Banker Anthony Scaramucci nach zehn Tagen als Kommunikationsdirektor wieder entlassen worden.

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