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Neue und alte Medikamente sorgen für überraschendes Wachstum bei Pfizer 05.05.2026, 17:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der US-Pharmakonzern Pfizer US7170811035 ist im ersten Quartal überraschend deutlich gewachsen und sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten bis Ende März im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf knapp 14,5 Milliarden Dollar (12,3 Mrd Euro), wie der Hersteller am Dienstag in New York mitteilte. Vor allem Kassenschlager wie das Blasenkrebsmedikament Padcev und der Blutverdünner Eliquis sorgten in dem Jahresviertel für Schub. Aber auch neuere Medikamente florierten. Zudem profitierte das Unternehmen von positiven Währungseffekten. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten hingegen im Schnitt nur mit gut 13,8 Milliarden Dollar gerechnet.

Im frühen US-Handel legte die Aktie zeitweise um fast zwei Prozent zu, bevor die Gewinne wieder abschmolzen. Zuletzt notierte das Papier mit 26,3 Dollar unverändert auf dem Vortagesniveau. JPMorgan-Analyst Chris Schott schrieb, der Pharmakonzern habe die Umsatzerwartungen auf solide Weise übertroffen. Den bestätigten Ausblick hält er für konservativ.

Den gestiegenen Umsatz konnte Pfizer aber nicht in ein höheres Ergebnis ummünzen, auch weil zugleich die Verwaltungskosten und Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen. Der Konzerngewinn ging dadurch unter dem Strich um neun Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Dollar zurück.

Nach einem Boom in der Corona-Pandemie hatte Pfizer bisher lange unter einem Umsatzschwund gelitten, vor allem wegen der gesunkenen Nachfrage nach Covid-Medikamenten und -Impfungen. Der Pharmakonzern arbeitet deshalb daran, Kosten zu senken und gleichzeitig eine Produktpipeline für abermaliges Wachstum aufzubauen. Auch einige andere wichtige Medikamente des Unternehmens stehen unter Druck: So sieht sich etwa die Pneumokokken-Impfung Prevnar neuer Konkurrenz gegenüber. Das Unternehmen erwartet, bis 2030 rund 17 Milliarden US-Dollar an jährlichen Einnahmen durch auslaufenden Patentschutz zu verlieren.

Chef Albert Bourla zeigt sich jedoch optimistisch, dass der Konzern diese Lücken füllen kann. "Wir sind stark ins Jahr 2026 gestartet, und das bestärkt unser Vertrauen, dass wir diese entscheidende Phase für Pfizer erfolgreich bewältigen werden", sagte er laut Mitteilung. Dabei hob Finanzvorstand David Denton insbesondere den Umsatzanstieg von mehr als einem Fünftel bei neu eingeführten und übernommenen Arzneien hervor.

Zudem mache Pfizer in seiner Arzneimittelforschung in mehreren Bereichen Fortschritte, ergänzte Bourla, "und ich bin besonders ermutigt von dem, was wir in der Onkologie und im Bereich Adipositas sehen."

Unterdessen wurde am Dienstag bekannt, dass Pfizer künftig die komplette Produktion des bisher mit der Mainzer Biontech US09075V1026 gemeinsam hergestellten Covid-Impfstoffs übernimmt. Produziert werde an den Pfizer-Standorten in Europa und Amerika, hieß es von Biontech. Grund ist die Schließung mehrerer Produktionsstandorte der Baden-Württemberger.

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