GÖTEBORG (dpa-AFX) - Der schwedische Lastwagen- und Bushersteller Volvo hat im ersten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge mehr umgesetzt und verdient als von Experten erwartet. Der Erlös habe bei 131,4 Milliarden schwedischen Kronen (11,5 Mrd Euro) gelegen, teilte der Rivale von Daimler Truck und Traton am Dienstagabend in Göteborg mit. Analysten hatten nur mit 118 Milliarden Kronen gerechnet. Der bereinigte operative Gewinn betrage 18,4 Milliarden Krone. Hier hatten Experten ebenfalls weniger erwartet. Die Aktie stieg am Mittwoch in Stockholm deutlich und zog auch die deutschen Konkurrenten mit nach oben.

Die Volvo-Aktie gewann nach Handelsbeginn fast 8 Prozent auf 209,50 Kronen. Damit machte sie allerdings nur fast den Rücksetzer von Mitte vergangener Woche wett, als schwache Auftragszahlen für die Schwerlastbranche in den USA den Kurs heruntergezogen hatten. Die Papiere von Daimler Truck gewannen an der Dax-Spitze in Frankfurt 3,2 Prozent, diejenigen der VW-Truckholding Traton im SDax 4 Prozent.

Analyst Jose Asumendi von JPMorgan verwies in einer ersten Einschätzung zu den Volvo-Zahlen auf die erheblich verbesserte Lieferketten-Situation. In den vergangenen Quartalen sei diese stark von Ineffizienzen betroffen gewesen. Auch die Kosteninflation habe bei Volvo zuvor wohl stark belastet, wohingegen nun Preiserhöhungen im Verkauf die Lage gebessert haben sollten. Für Himanshu Agarwal, Analyst bei der US-amerikanischen Investmentbank Jefferies, fielen die Resultate ebenfalls überraschend stark aus. Das bereinigte operative Ergebnis habe fast um die Hälfte über den Markterwartungen gelegen.

Volvo konnte sowohl bei Trucks als auch in der Sparte mit Baumaschinen die Geschäfte deutlich ausweiten. Für das Sparprogramm in der Bussparte fielen Sonderkosten in Höhe von 1,3 Milliarden Kronen an. Die Details zum ersten Quartal legt Volvo am 20. April vor./men/he/ajx/niw