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ROUNDUP/Polnische Ukraine-Hilfen

Tusk fordert Rückkehr zu Konsens 06.07.2026, 17:43 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Polens Ministerpräsident Donald Tusk fordert eine Rückkehr zu parteiübergreifender Einigkeit über Militärhilfen für die Ukraine. "Man darf unsere Zusammenarbeit mit der Ukraine bei ihrer Verteidigung gegen den russischen Angriff nicht gefährden", sagte Tusk in der Stadt Bydgoszcz, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete. Er warnte andere Politiker einschließlich des rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki davor, in dieser Frage mit dem Feuer zu spielen.

Politiker des rechten Lagers haben der Warschauer Regierung vorgeworfen, der Ukraine ohne Abstimmung Flugabwehrraketen für das US-System Patriot geliefert zu haben. Damit sei potenziell die Sicherheit Polens gefährdet worden.

Tusk: Jede Rakete für die Ukraine hilft der Sicherheit Polens

"Jede Rakete, die in der Ukraine abgefeuert wird (...) und die Geschosse, Raketen, Drohnen und Flugzeuge des Angreifers zerstört, bedeutet mehr Sicherheit für Polen", entgegnete Tusk auf die Kritik. "Die Hilfe Polens für die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland war Gegenstand unseres politischen und nationalen Konsenses."

Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz begann PAP zufolge mit der angekündigten Offenlegung der Militärhilfen für die Ukraine. In den ersten zwei Kriegsjahren 2022 und 2023 habe Polen Militärgüter für etwa 15 Milliarden Zlotoy (3,5 Milliarden Euro) an die Ukraine abgegeben, darunter Flugzeuge, Kampfpanzer und Panzerfahrzeuge, Artilleriegeschütze und Flugabwehr. Seit 2024 seien Waffen für 1,55 Milliarden Zloty geliefert worden. Dazu zählten auch PAC-3-Flugabwehrraketen für die Patriot-Systeme.

Gegen russische ballistische Raketen sind die US-produzierten Patriot die beste Abwehrwaffe, aber es fehlt der Ukraine an Munition dafür. Beim jüngsten russischen Luftangriff in der Nacht auf Montag konnte keine der 29 angreifenden Raketen abgefangen werden. Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe sagte, es fehle an Abwehrraketen.

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