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Preise für Öl und Gas steigen deutlich - Straße von Hormus gesperrt 20.04.2026, 11:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Märkte für Energierohstoffe haben am Montag mit einem Preissprung auf die Rücknahme der Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran reagiert. Die Notierung für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Juni stieg zu Beginn der Woche um rund sechs Prozent auf 95,77 US-Dollar je Barrel (159 Liter).

Am Freitag hatte noch Meldungen über eine Öffnung der für den Transport von Rohöl und flüssigem Erdgas wichtigen Meerenge am Persischen Golf für Entspannung an den Märkten für Energierohstoffe gesorgt. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent war zeitweise um mehr als zehn Dollar je Barrel eingebrochen. Die Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Ende des Iran-Kriegs war aber nicht von langer Dauer.

Bereits am Wochenende hatte der Iran die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus wieder rückgängig gemacht. Für Spannungen sorgte vor allem die durch US-Präsident Donald Trump verkündete Seeblockade der USA in der Straße von Hormus: Die US-Marine hatte am Sonntag einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Irans Militär warf den USA "bewaffnete Seepiraterie" vor und kündigte eine Reaktion an.

Neben Rohöl hat sich zu Beginn der Woche auch der Preis für europäisches Erdgas deutlich verteuert. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat um etwa viereinhalb Prozent auf 40,55 Euro je Megawattstunde (MWh) zu.

"Im Fokus bleiben eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, zu der Trump für heute Abend aufgerufen hat", heißt es in einer Analyse der Dekabank. Nach deren Einschätzung ist eine umfassende Einigung kurzfristig unwahrscheinlich. Demnach erscheine ein Übergangskompromiss realistischer. Allerdings hat der Iran eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran.

Mitte der Woche endet die Frist für den aktuellen Waffenstillstand im Iran-Krieg. Sollte es keine Einigung zwischen den Kriegsparteien geben, erwarten Experten einen weiteren Anstieg der Ölpreise. "Wenn alles so weitergeht wie bisher, dürfte der Kurs allmählich auf etwa 105 bis 115 Dollar steigen", sagte ein Rohstoffexperte bei dem Hedgefonds Karobaar Capital in Chicago.

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