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Sanofi erzielt Testerfolg mit Neurodermitis-Mittel - Börse enttäuscht 04.09.2025, 12:34 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Sanofi 91,83 USD -0,03 % Nasdaq OTC

PARIS (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern Sanofi hat einen wichtigen Studienerfolg mit einem Neurodermitis-Medikament erzielt. Der Wirkstoff Amlitelimab habe in klinischen Tests bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis alle wichtigen Ziele erreicht, teilten die Franzosen am Donnerstag in Paris mit. An der Börse war das Medikament zuletzt als möglicher Ersatz für den Kassenschlager Dupixent gehandelt worden, dessen Patentschutz in einigen Jahren ausläuft. Auf die aktuellen Nachrichten verlor die Aktie im Vormittagshandel jedoch bis zu zehn Prozent. Analysten kritisierten, dass das Mittel im Vergleich zu Dupixent schlechter abgeschnitten habe.

Für Sanofis Forschungs- und Entwicklungsleiter Houman Ashrafian sind die Daten jedoch vielversprechend, wie er betonte. "Amlitelimab könnte einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung der atopischen Dermatitis mit klinisch bedeutender und progressiv steigender Wirksamkeit darstellen, mit dem Potenzial einer Dosierung von nur viermal im Jahr", sagte er. Das wäre deutlich seltener als das aktuelle Behandlungsintervall von Dupixent.

Sanofi testet Amlitelimab bereits seit geraumer Zeit unter anderem zur Behandlung von Atopischer Dermatis, einer Hautkrankheit mit Ekzemen, die auch als Neurodermitis bekannt ist. An der aktuellen Studie (Coast 1) der Phase III seien alle vorrangigen und wichtige nachrangige Ziele (primäre und sekundäre Endpunkte) erreicht worden, hieß es.

Den Probanden wurde das Mittel in verschiedenen Dosen entweder alle vier oder alle zwölf Wochen gespritzt. Hierbei zeigte sich laut dem Konzern in Woche 24 eine statistisch signifikante und klinisch bedeutende Verbesserung des Hautbildes und der Schwere der Erkrankung im Vergleich zu der Vergleichsgruppe, die ein Placebo erhalten hatte. Ashrafian wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass viele der Teilnehmer bereits vorher mit "fortschrittlichen Therapien" behandelt worden seien. Weitere Daten sollen auf einem anstehenden Medizinerkongress veröffentlicht werden.

Laut dem Pharmaexperten Richard Vosser von der Bank JPMorgan hat die aktuelle Studie zur atopischen Dermatitis jedoch einen geringeren Vorteil durch die Behandlung gebracht als erhofft - dieser sei auch auch kleiner im Vergleich zu Dupixent. Vosser sieht darin zwar eine Belastung für die Aktien, weist aber auch darauf hin, dass zunächst einmal detailliertere Daten abgewartet werden müssten. "Letztendlich ist es zu früh, das kommerzielle Potenzial von Amlitelimab zu bewerten."

Die Wirksamkeit in der Studie sei allerdings wahrscheinlich durch die Einbeziehung eines erheblichen Anteils bestimmter Patientengruppen, die nur noch wenig oder gar nicht auf Standardtherapien reagieren (bio-refraktärer und/oder JAK-refraktärer Patienten), negativ beeinflusst worden, so Vosser. Daher dürfte Amlitelimab auf dem Markt gegen atopische Dermatitis dennoch eine Chance haben, zumal es die Option auf eine für Patienten angenehme, quartalsweise Verabreichung gebe.

Sanofi muss sich wegen der auslaufenden Patente für Dupixent nach Alternativen umsehen - allein im vergangenen Jahr 2024 hatte das Medikament, das unter anderem gegen Asthma und Neurodermitis verwendet wird, dem Konzern mehr als 13 Milliarden Euro in die Kassen gespült.

Der potenzielle Wirkstoff Amlitelimab basiert auf einem Antikörper und richtet sich gegen das Molekül OX40 (OX40-Ligand), das eine wichtige Rolle für das Fortschreiten der Atopischen Dermatitis spielt. Mit einem neuartigen Wirkungsmechanismus soll das Medikament eine Überreaktion des Immunsystems verhindern.

Neben der aktuellen Studie führt Sanofi noch vier weitere der fortgeschrittenen Phase III durch. Die Ergebnisse dieses klinischen Entwicklungsprogramms sollen bis 2026 bekannt sein und - so die Hoffnungen des Konzerns - die Grundlage für weltweite Zulassungsanträge bilden.

Darüber hinaus testet Sanofi Amlitelimab auch bei anderen Krankheiten, unter anderem Asthma und systemische Sklerose. Das Studienprogramm ist aber noch nicht ganz so weit fortgeschritten./tav/mis/stk

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