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Schneider Electric übernimmt Softwarespezialist PTC - Aktie fällt 05.10.2026, 10:31 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Schneider Electric 273,43 EUR -9,86 % L&S Exchange
PTC 174,00 EUR +36,47 % L&S Exchange
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Der Technologiekonzern Schneider Electric FR0000121972 setzt seine Übernahmetour mit dem Kauf des US-Softwareanbieters PTC US69370C1009 fort. Dafür blättern die Franzosen 205 US-Dollar je Aktie hin und damit insgesamt 22,6 Milliarden Dollar (20,1 Mrd Euro), wie der Siemens DE0007236101-Konkurrent am Montag in Rueil-Malmaison bei Paris mitteilte. Mit PTC will Schneider seinen Fußabdruck in Produktdesign, -konstruktion und Datenmanagement stärken. Es ist die bisher größte Übernahme der Franzosen. Während sich PTC-Anleger auf einen kräftigen Aufschlag auf den zuletzt gezahlten Aktienkurs freuen können, fiel die Schneider-Aktie in Paris deutlich.

Das im EuroStoxx 50 EU0009658145 notierte Papier sackte am Vormittag um 8 Prozent auf 278,85 Euro ab. Damit hat der Kurs in diesem Jahr noch ein Plus von knapp 19 Prozent aufzuweisen. Über die vergangenen fünf Jahre hat er sich fast verdoppelt. Das strategische Kalkül der Franzosen sei angesichts der starken Entwicklung von PTC deutlich, schrieb Analyst Lucas Ferhani von der US-Investmentbank Jefferies. Gleichwohl berge das Geschäft Risiken hinsichtlich des Zeitpunkts und der angestrebten Synergien, obwohl Schneider PTC wegen der KI-Sorgen im Softwaresektor zu einer historisch günstigen Bewertung bekomme.

Im fusionierten Unternehmen sollen die jährlichen Kosten ab dem dritten Jahr um 250 Millionen Euro niedriger liegen, beim Umsatz erhofft sich Schneider 800 Millionen Euro an Synergien. Zuvor hatten die "Financial Times" und die Nachrichtenagentur Bloomberg über einen bevorstehenden Deal berichtet.

Mit dem vereinbarten Kaufpreis legt Schneider eine Prämie von 42 Prozent auf den PTC-Schlusskurs vom Freitag (144,03 Dollar) drauf. Auf Sicht von zwölf Monaten hat die PTC-Aktie zuvor fast 30 Prozent an Wert eingebüßt. An der Börse sorgen sich Anleger seit einiger Zeit, dass Softwareanbieter im Wettbewerb mit neuen KI-Angeboten das Nachsehen haben könnten.

Gemeinsam schaffe man das branchenweit umfassendste Software- und KI-Unternehmen, sagte Schneider-Chef Olivier Blum laut Mitteilung. Der Abschluss der Transaktion wird bis zum dritten Quartal 2027 erwartet. Schneider zieht zudem seine Vorlage der Zahlen zum abgelaufenen Quartal auf den 16. Oktober vor.

Schneider ist wie Rivale Siemens stark in der Automatisierung von Industrieanlagen vertreten und kauft seit geraumer Zeit insbesondere an der Schnittstelle zwischen Software und Hardware zu. Zuletzt vereinbarte Schneider den Kauf des bulgarischen SDax DE0009653386-Unternehmens Shelly Group für 1,2 Milliarden Euro. Shelly stellt vor allem vernetzte Geräte für die Heimautomatisierung her.

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