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Schott Pharma senkt Umsatzausblick - Aber mehr Gewinnmarge im Visier 05.08.2025, 13:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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SCHOTT Pharma 15,31 EUR +2,27 % Lang & Schwarz

MAINZ (dpa-AFX) - Der Pharmazulieferer Schott Pharma passt nach dem dritten Geschäftsquartal seine Ziele für das Jahr an. Das Management um Chef Andreas Reisse rechnet nun zwar mit einer höheren Profitabilität, traut sich aber ein geringeres Umsatzwachstum zu. Dies spiegele die jüngste Marktunsicherheit wider, "die durch die weltweit anhaltende Diskussion über politische Richtungsentscheidungen verursacht wurde und die Stimmung innerhalb der Branche beeinträchtigt", teilte das Unternehmen am Dienstag zur Begründung mit. Zugleich legte Schott Pharma vorläufige Quartalszahlen vor. An der Börse geriet die Aktie unter Druck, konnte sich aber erholen.

Das im Kleinwerteindex SDax notierte Papier verlor zeitweise gut viereinhalb Prozent, am frühen Nachmittag aber stand dann ein Plus von 0,8 Prozent zu Buche. Die Aktie war seit Ende Juni auf Tauchgang, nachdem sie sich in den Wochen davor noch deutlich vom allgemeinen Kurskollaps aus dem April erholt hatte. Seit Jahresbeginn steht Schott Pharma an der Börse mit rund vier Prozent im Minus. Noch viel weiter hat sich der Kurs mit derzeit gut 24 Euro von seinem bisherigen Rekordhoch bei 43,40 Euro aus dem März des vergangenen Jahres entfernt.

Für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr taxiert das Management das Umsatzwachstum aus eigener Kraft nun noch auf ungefähr 6,0 Prozent. Bisher waren plus 6 bis 9 Prozent anvisiert worden, wobei Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen ausgeklammert sind. Bei der Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gehen die Mainzer nun von rund 28 Prozent vom Umsatz aus. Bisher lag die Planung in etwa auf dem Vorjahresniveau von 26,9 Prozent.

Angesichts der neuen Ziele könnten die Markterwartungen hinsichtlich des Umsatzes ein wenig sinken, hinsichtlich des Gewinns aber etwas steigen, schrieb UBS-Analyst Olivier Calvet in einer ersten Reaktion. Er wertete die Nachrichten des Konzerns in Summe zunächst als positiv und zeigte sich zudem angenehm überrascht von der Ergebnisentwicklung im vergangenen Quartal. Als Treiber vermutete er den Anlauf der Produktion von vorfüllbaren Glasspritzen in Ungarn. Mit Blick auf die Erlöse habe das Unternehmen aber die Markterwartungen etwas verfehlt, so Calvet.

Im dritten Geschäftsquartal legte der Umsatz um ein Prozent auf 256 Millionen Euro zu, wie Schott Pharma weiter mitteilte. Ohne Wechselkurseffekte wäre der Erlös um drei Prozent geklettert. Das Unternehmen profitierte den Angaben zufolge von einer starken Nachfrage nach margenstarken Produkten, insbesondere sterilen Karpulen und Spezialfläschchen. Dieser von Schott Pharma ausgebaute Bereich machte zuletzt bereits mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich auch dank Effizienzmaßnahmen um elf Prozent auf 83 Millionen Euro, die entsprechende Marge zog um drei Prozentpunkte auf 32,4 Prozent an.

Detaillierte Zahlen will das Unternehmen am 12. August vorlegen. Schott Pharma entstand vor drei Jahren als Ausgründung vom Mainzer Spezialglashersteller Schott. Im September 2023 erfolgte der Börsengang./tav/men/jha/

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