ROUNDUP/Söder

Regierung muss Leistungsfähigkeit erhöhen 11.05.2026, 14:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

CSU-Parteichef Markus Söder hat vor einer erneuten Sitzung des Koalitionsausschusses am Dienstag in Berlin die Regierungskoalition zur Einigkeit aufgerufen. "Wir müssen in den nächsten Wochen alle daran arbeiten, dass wir die Leistungsfähigkeit der Regierung erhöhen und nicht uns selbst bespiegeln oder auch in ideologischen Debatten verheddern", sagte Söder nach einer Sitzung seines Parteivorstands in München.

Villa Borsig "kein Höhepunkt"

Nach der vom Streit geprägten Sitzung des Koalitionsausschusses in der Berliner Villa Borsig, die "kein Höhepunkt der Koalitionsarbeit" gewesen sei, müsse sich die Bundesregierung nun auf das Wesentliche fokussieren. Es bedürfe "mentaler Aufräumarbeiten", sagte Söder.

Inhaltlich hält Söder vier Reformschritte für ausschlaggebend: "Krankenreform, Rentenreform, Pflegereform, Steuerreform - das sind die großen Brocken, die für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands von zentraler Bedeutung sind", betonte er. "Alles ist im Gang, alles ist im Prozess", fügte er hinzu. "Ich glaube, es lässt sich eine Menge umsetzen, wenn man gemeinsam etwas umsetzen will."

Keine Hektik, keine Panik

Die derzeitigen Meinungsumfragen, die der AfD Zugewinne und einen deutlichen Vorsprung vor der zurückfallenden Union attestierten, bezeichnete der bayerische Ministerpräsident als "Alarmsignal". Darauf dürfe die Koalition jedoch nicht mit Hektik oder Panik reagieren. "Vor allem nicht mit Streit", sagte Söder.

Die zunächst geplante Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro, die Arbeitgeber ihrem Personal steuerfrei hätten zahlen sollen, sei aus seiner Sicht nach der negativen Entscheidung im Bundesrat vom Tisch. Die Kosten hätten sich als zu hoch, die Akzeptanz vor allem in der Wirtschaft als zu gering herausgestellt. Auch Bayern hatte sich im Bundesrat gegen die Prämie gestellt - im Koalitionsausschuss hatte Söder noch zugestimmt.

Kosten zu hoch

"Man sollte nicht versuchen, es künstlich zu verlängern", sagte Söder zu Diskussionen über eine Alternative zu der gescheiterten Prämie. Stattdessen solle die Koalition das Geld in eine Steuerreform stecken.

Dafür setzte Söder bereits Leitplanken: Einer Anhebung des allgemeinen Spitzensteuersatzes (derzeit 42 Prozent) oder der Erbschaftsteuer werde die CSU nicht zustimmen, kündigte der CSU-Chef an. Die Debatte über die Reichensteuer (derzeit 45 Prozent) könne man dagegen führen.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer