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Spezialpharmaunternehmen Medios schlägt sich besser als gedacht 11.11.2025, 11:43 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Medios 14,57 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

BERLIN (dpa-AFX) - Florierende Arzneimittelverkäufe und ein starkes internationales Geschäft haben das Spezialpharmaunternehmen Medios im dritten Quartal angetrieben. Damit schnitten die Berliner unerwartet stark ab. Vorstandschef Matthias Gärtner bestätigte bei der Zahlenvorlage am Dienstag die Jahresziele. "Wir sind sehr zufrieden mit der aktuellen Geschäftsentwicklung", sagte der scheidende Manager, der zum Jahresende das Unternehmen verlässt. Wie bereits bekannt, wird Thomas Meier sein Nachfolger zum 1. Februar 2026. An der Börse ging es nach der Zahlenvorlage kräftig aufwärts.

Das Papier sprang im frühen Handel mit einem Plus von bis zu elf Prozent bei 13,50 Euro auf das Niveau von Mitte Oktober. Zuletzt schmolz das Kursplus auf rund sechs Prozent. Ein Börsianer lobte, Umsatz und operatives Ergebnis des Unternehmens hätten die Markterwartungen übertroffen. Nach einem zuletzt unterdurchschnittlichen Kursverlauf sieht er Aufholpotenzial.

Die Aktie hatte zuletzt nach ihrem Jahreshoch Anfang September um ein Viertel korrigiert. Durch die jüngsten Gewinne hat sich der bisherige Jahresverlust aber kräftig minimiert und lag zuletzt bei gut einem Prozent. Medios war im Oktober in den SDax zurückgekehrt, den Index der kleineren Unternehmenswerte.

Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende September im Jahresvergleich um rund neun Prozent auf gut 538 Millionen Euro, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Die stärksten Zuwächse verzeichnete dabei das internationale Geschäft mit einem Plus von rund einem Fünftel. Das Geschäft mit Arzneimitteln als größtes Medios-Standbein zog um rund neun Prozent an, während die patientenindividuellen Therapien mit drei Prozent etwas weniger stark wuchsen.

Warburg-Analyst Thilo Kleibauer sprach von einem "guten Quartal" und einem starken organischen Wachstum. Zudem hätten Medios' Margen von der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie und zusätzlichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen profitieren.

Stark schwoll der Gewinn im dritten Quartal unter dem Strich an: Das Unternehmen wies hier 7,2 Millionen Euro aus, nach zuvor rund 4 Millionen. Dabei profitierte der Konzern unter anderem von geringeren Sondereffekten. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) lag hingegen mit rund 24 Millionen Euro um zweieinhalb Prozent unter dem Vorjahresniveau - seinerzeit hatte Medios nach eigenen Angaben aber durch einen inflationsbedingten positiven Einmaleffekt einen Rekordwert erzielt. Nach neun Monaten ergibt sich hier ein deutliches Plus von mehr als einem Viertel auf gut 70 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr 2025 steht für das operative Ergebnis weiterhin ein Anstieg auf rund 96 Millionen Euro im Plan, nach 79 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz soll von 1,9 auf zirka 2 Milliarden Euro zulegen.

Medios ist auf Individualmedizin spezialisiert und beliefert als Großhändler spezialisierte Partnerapotheken mit Fertigarzneien. Daneben stellen die Berliner auch selbst sogenannte individualisierte Therapien her, deren Zusammensetzung und Dosierung auf den Patienten zugeschnitten sind./tav/mne/jha/

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