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Spritpreise sinken deutlich - Auch Freitag geht es abwärts 10.04.2026, 13:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Spritpreise sinken den dritten Tag in Folge. Auch am Freitag zeichnet sich nach Einschätzung des ADAC ein weiterer Rückgang ab.

Am Donnerstag hatte der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Diesel um 7,3 Cent auf 2,346 Euro pro Liter nachgegeben, wie aus Daten des Verkehrsclubs hervorgeht. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 4,3 Cent auf 2,112 Euro pro Liter.Seit dem Absturz des Ölpreises in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Diesel damit um 10,1 Cent pro Liter nachgegeben, E10 um 7,6 Cent.

Auch am Freitag zeichnete sich ab, dass der Rückgang anhält. Zwar verteuerten sich beide Kraftstoffe zur Mittagszeit deutlich: Diesel um 10,1 Cent auf 2,386 Euro pro Liter, Super E10 um 9,5 Cent auf 2,169 Euro. Doch sowohl vor als auch nach der Erhöhung lagen die Preise niedriger als zum jeweils gleichen Zeitpunkt des Donnerstags.

Weiter Luft nach unten

Insgesamt sehe man "weiterhin Luft nach unten", heißt es dazu vom ADAC. Experten hatten erwartet, dass es einige Zeit dauern wird, bis der niedrigere Ölpreis an den Zapfsäulen ankommt. Dies steht aber teilweise auch in der Kritik - unter anderem, weil Preiserhöhungen in der Regel schnell weitergegeben würden.

Insgesamt ist Tanken aber auch nach den aktuellen Rückgängen noch sehr viel teurer als vor Kriegsbeginn Ende Februar. Bei Diesel sind es mit Stand Donnerstag im Tagesdurchschnittspreis noch 60 Cent, bei Superbenzin gut 33 Cent.

Wie sich die Preise weiterentwickeln, dürfte in den nächsten Tage aber vor allem davon abhängen, wie die Preise für Rohöl sind - und damit von der Situation im Nahen Osten. Vor den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bewegte sich der Ölpreis am Freitag nicht drastisch und blieb klar unter der Marke von 100 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch nach Vereinbarung der Waffenruhe fast auf 90 Dollar gesunken war.

Streit um Entlastung

In der Koalition dauert die Debatte über Möglichkeiten zur Entlastung der Bürger an. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kritisierte Vorschläge der SPD bei "Welt TV" mit den Worten: "Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig sind."

Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil hat eine Mobilitätsprämie oder eine zeitlich befristete Senkung der Energiesteuer vorgeschlagen. Finanzieren will Klingbeil er das durch eine Übergewinnsteuer, die außergewöhnlich hohe Krisenprofite der Energiekonzerne abschöpfen soll. Außerdem plädiert Klingbeil für einen flexiblen Preisdeckel für Benzin, Diesel und Öl. Die Spitzen von Union und SPD beraten nach Angaben Reiches am Sonntag.

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